Gemkow-Prozess

Nach dem Beginn folgt die Unterbrechung

Der Prozess gegen die zwei Angeklagten im Gemkow-Prozess begann. Im November 2015 hatten die mutmaßlichen Täter die Fenster des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow mit Steinen eingeschlagen.
Nach dem Anschlag sind Sebastian Gemkow und seine Familie umgezogen.

Vor eineinhalb Jahren wurde auf die Wohnung des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow in der Leipziger Südvorstadt ein Anschlag verübt. Dabei wurden die Fenster seiner Wohnung nachts um zwei Uhr mit Steinen eingeworfen. Daraufhin folgten mit Buttersäure gefüllte Weihnachtskugeln. In der Wohnung befanden sich zum Zeitpunkt der Tat neben Gemkow auch seine zwei Kinder und seine Frau.

Zum Auftakt unterbrochen

Seit Montag stehen die zwei mutmaßlichen Täter vor Gericht. Die beiden Angeklagten müssen sich der versuchten gefährlichen Körperverletzung und der Sachbeschädigung verantworten. Das teilte das Amtsgereicht mephisto 97.6 mit. Dafür drohen ihnen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Haft. Der Prozess wurde jedoch aufgrund eines Befangenheitsantrages gegen Richterin Ute Fritsch unterbrochen: Der Verteidiger hatte vorgeworfen, dass die DNA-Spuren, die in der Nähe des Tatorts gefunden worden, fehlerhaft seien. Der Vorwurf wurde abgewiesen und der Prozess wird fortgeführt.

Es wurde von Anfang an vermutet, dass der Vorfall auf Gemkows Wohnung einer von politischer Natur war, da einer der Täter aus dem rechten Spektrum stammen soll. Ebenfalls soll er aus dem Umfeld der Hooligans von Lok Leipzig kommen. Der zweite Angeklagte stammt aus Nordrhein-Westfalen. Bisher habe sich nur der Mann aus NRW zu den Vorwürfen geäußert. Er sagte, er sei noch nie in Leipzig gewesen und habe den Justizminister zu diesem Zeitpunkt nicht gekannt. Ebenfalls ist ihm der andere Angeklagte auch unbekannt.

Weitere Informationen können Sie im Studiogespräch von mephisto 97.6 Redakteur Marvin Kalies mit Moderatorin Ina Beyer nachhören: 

Ein Beitrag von Marvin Kalies
 
 

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