Montagsdemonstration

Motto: "Nie wieder Krieg"

Wie jeden Montag wurde auch heute wieder auf dem Augustusplatz demonstriert. Diesmal stand der Frieden im Fokus - und die Ukraine.
Man sieht viele Menschen mit Plakaten auf dem Augustusplatz.
Bei der Mahnwache "Nie wieder Krieg" waren ungefähr 500 Menschen

Etwa 500 Leute haben es heute um 18 Uhr auf den Augustusplatz geschafft, um für den Frieden zu demonstrieren. Unter anderem hatte Mike Nagler von den Linken zu dieser Mahnwache aufgerufen. Die jüngsten Ereignisse in Odessa dienten als Aufhänger für die Veranstaltung. Bevor allerdings die Veranstalterin Anne-Katrin Tippelt das Publikum begrüßte und um eine Schweigeminute bat, machten zwei junge Musiker mit John Lennons "Imagine" den Auftakt. Laut der Sängerin gebe das Lied all das wieder, für was die Menschen heute aufgefordert wurden: "Stell Dir vor, all die Leute | leben ihr Leben in Frieden." (Imagnine, John Lennon 1971)

Allein die Vorstellung reicht natürlich nicht. Deswegen wurde heute dazu aufgerufen, für den Frieden in Europa auf die Straßen zu gehen und für die eigenen Rechte einzustehen. "Nie war der Frieden in Europa in den letzten Jahren so gefährdet wie derzeit", äußerte Mike Nagler im Namen der Initiatoren der heutigen Demonstration in einer Pressemitteilung. Vor allem die Pläne auf Seiten der Alliierten seien eine Gefährdung für den Frieden. Die militärischen Übungen, die die NATO und die US-Armee in Zusammenarbeit mit dem Ukrainischen Militär für den Juli plant, könne nämlich von Russland als indirekte Kriegserklärung aufgefasst werden. Deswegen wurden heute die Politiker beider Parteien zum Dialog aufgefordert.

Weil die Montagsdemonstrationen häufig von der rechten Szene zweckentfremdet wurden, wurde auch Rechtsextremismus thematisiert. Durch ein Banner, das quer vor dem Eingang der Oper platziert war (siehe Foto), sah man schon vom weitem, dass solch Gedankengut bei den Montagsmahnwachen unerwünscht ist.

 

Redakteur Magnus Folten war live vor Ort.
Mahnwache

 

 

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Magnus Folten
05.05.2014 - 19:48