Mobbing am Arbeitsplatz

Was tun gegen Schikane?

Schätzungen zufolge sind in Deutschland rund eine Millionen Erwerbstätige von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen. Igor Münter, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Leipzig, berät Betroffene. Er kennt rechtliche Wege sich gegen die Schikane zu wehren.
Mobbing am Arbeitsplatz ist keine Seltenheit

Jeder kann betroffen sein

Studien zufolge leidet in Deutschland jeder Dritte von 100 Beschäftigen unter Mobbing am Arbeitsplatz. Laut Statistik kann potenziell jeder betroffen sein. Dabei spielen Geschlecht, Alter oder betriebsbezogene Kriterien keine Rolle. Allerdings gibt es Beschäftigtengruppen, die ein höheres Risiko tragen gemobbt zu werden. Besonders Menschen in sozialen Berufen, wie Altenpfleger oder Erzieher, sind davon betroffen.

Mobbing und Bossing

Die Unterscheidung zwischen Mobbing und Bossing ist vielen nicht bekannt. Mobbing findet per Definition nur zwischen Arbeitnehmer und Arbeitnehmer statt. Sobald eine Führungskraft involviert ist, spricht man vom Bossing. Dies ist vor allem in rechtlicher Hinsicht von Belang. 

Folgen von Mobbing

Mobbing am Arbeitsplatz endet in mehr als der Hälfte der Fälle durch die Kündigung oder die Auflösung des Arbeitsvertrages. Grund hierfür sind nicht zuletzt die negativen gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen. Es muss aber nicht immer so weit kommen. Um sich gegen Mobbing zu wehren, sollte man sich rechtliche Unterstützung holen. Außerdem ist es sinnvoll, ein "Mobbing-Tagebuch" anzulegen, um die Vorfälle festzuhalten.

Igor Münter ist Fachanwalt für Arbeitsrecht und berät Betroffene von Mobbing am Arbeitsplatz. Lisa Vordermeier hat ihn getroffen.
Mobbing am Arbeitsplatz

 

 

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Lisa Vordermeier
08.04.2014 - 17:53