Ticker zum Nachlesen

30.000 demonstrieren gegen "Legida"

Am Montagabend fand der erste Aufmarsch der islamfeindlichen Bewegung "Legida" in Leipzig statt. Mindestens 30.000 Gegendemonstranten stellten sich den rund 5.000 Teilnehmern entgegen. Die Ereignisse zum Nachlesen im mephisto 97.6-Ticker.
Demonstranten gegen Legida im Waldstraßenviertel

20.00 Uhr +++ Ende des Livetickers

An dieser Stelle endet für heute die aktuelle Online-Berichterstattung von mephisto 97.6. Wir bedanken uns bei allen Interessierten und halten Sie morgen wieder mit den täglichen Sendungen "Faustschlag" (10 bis 12 Uhr) und "Direkt" (18 bis 19 Uhr) auf dem Laufenden – in Leipzig unter UKW 97.6 oder weltweit per Livestream.

19.45 Uhr +++ "Legida" läuft nur verkürzte Route

Nach übereinstimmenden Medienberichten können die Demonstranten der islamfeindlichen "Legida"-Bewegung nicht ihre geplante Route laufen – bereits in der Tschaikowskistraße ist Schluss. Die Zahl der Teilnehmer wurde von der Polizei zuletzt auf 5.000 korrigiert.

19.15 Uhr +++ "Leipzig sendet ein Zeichen auch nach Deutschland"

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hat bei der zentralen Kundgebung am Waldplatz das Engagement der Leipziger Bürger für Toleranz und Weltoffenheit gelobt. Nach aktuellen Schätzungen der Veranstalter demonstrierten rund 35.000 Menschen gegen die islamfeindliche "Legida"-Bewegung, die Stadt spricht von 30.000 Menschen. Über die Aktionen der Gegendemonstranten sagte Jung: "Leipzig sendet ein Zeichen auch nach Deutschland."

OBM Jung zu den LEGIDA-Gegendemos
OBM Jung zu den LEGIDA-Gegendemos
Twitter Waldplatz 35000

19.00 Uhr +++ Zahl der "Legida"-Demonstranten wächst

Wie ein Reporter von mephisto 97.6 berichtet, ist die Teilnehmerzahl der islamfeindlichen "Legida"-Demonstration mittlerweile auf rund 2.000 gestiegen. Obwohl bereits einige Gegendemonstranten durchgebrochen sind und in unmittelbarer Nähe Antifa-Gesänge zu hören sind, werden die ersten Redebeiträge der "Legida"-Demonstranten verlesen. In einer Seitenstraße der Jahnallee hat sich eine spontane Sitzblockade der Gegendemonstranten gebildet. Diese ist friedlich, die Polizei hat die Situation nach eigenen Angaben unter Kontrolle.

Twitter Sitzblockade

18.50 Uhr +++ "Vielfalt ist für die Wissenschaft wichtig"

Leipzigs Hochschulen lehnen die islamfeindliche Haltung der "Legida"-Demonstranten ab. Nicht nur Beate Schücking, Rektorin der Uni Leipzig, sondern ebenso die Handelshochschule (HHL), die Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HTfL) und die Hochschule für Musik und Theater (HMT) erklären, warum es wichtig ist, seine Stimme gegen Ausgrenzung zu erheben.

 

TV-Beitrag: nolegida

18.40 Uhr +++ "Legida"-Demonstranten stecken fest

Ein Reporter von mephisto 97.6 meldet, dass die Teilnehmer der islamfeindlichen "Legida"-Demonstration derzeit im Waldstraßenviertel feststecken. Gegendemonstranten verhindern demnach ein Weiterkommen auf der geplanten Route.

18.30 Uhr +++ mephisto 97.6 spielt "Ode an die Freude"

Als Zeichen gegen die Demonstration der islamfeindlichen "Legida"-Bewegung spielt mephisto 97.6 jetzt Beethovens "Ode an die Freude", die gleichzeitig die Hymne der Europäischen Union ist. Die Aufnahme wurde uns freundlicherweise vom Gewandhaus zur Verfügung gestellt. Alle Zuhörer sind aufgefordert, die Übertragung in die Straßen zu tragen. Im Anschluss beginnt die zentrale Kundgebung am Waldplatz, unter anderem mit Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

18.15 Uhr +++ Organisatoren zählen 17.000 Gegendemonstranten

Mit den Worten "Wir sind ein wenig begeistert" sprechen die Organisatoren der "Nolegida"-Demonstration auf ihrer Facebook-Seite von aktuell 17.000 Teilnehmern in ganz Leipzig. Demnach sind es in und um die Nikolaikirche rund 5.000 Teilnehmer, bei den beiden Demonstrationen von "Refugees Welcome" insgesamt 10.000 Teilnehmer und am Waldplatz bereits rund 2.000 Menschen. Am Waldplatz beginnt um 18.30 Uhr außerdem die zentrale Kundgebung mit Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

Twitter Waldplatz
Twitter Refugees Abend

18.00 Uhr +++ Nur rund 350 "Legida"-Teilnehmer bisher

Ein Reporter von mephisto 97.6 zählt bei der Demonstration der islamfeindlichen "Legida"-Bewegung an der Red-Bull-Arena bisher nur rund 350 Teilnehmer. Offenbar blockieren Mitglieder der Satire-Partei "DIE PARTEI" den Zugang zum Demonstrationsgelände. Es sind zahlreiche Polizisten vor Ort. 

Twitter Arena
Twitter Voelki

17.30 Uhr +++ Erste Legida-Demonstranten gesichtet

Einer Meldung der Leipziger Volkszeitung zufolge wurden vor der Red-Bull-Arena erste Teilnehmer der islamfeindlichen Bewegung "Legida" gesichtet. Ein Reporter von mephisto 97.6 berichtet, dass aktuell nur einige dutzend Menschen in Sichtweite sind. Die Polizei ist vor Ort. Die Beleuchtung von Arena und Stadion wurden heute wegen der "Legida"-Demonstration nicht angestellt.

Twitter Arena

17.00 Uhr +++ Nikolaikirche füllt sich zum Friedensgebet

Twitter Nikolaikirche

 

16.45 Uhr +++ LVB: Nahverkehr stark eingeschränkt

Wie die Leipziger Verkehrsbetriebe mitteilen, ist der Betrieb mehrerer Tramlinien stark eingeschränkt. Die Linie 14 kann nicht mehr verkehren. Die Linien 1, 2, 3, 7, 8 und 15 können wegen der Vollsperrung der Kreuzung am Westplatz mehrere Haltestellen nicht mehr bedienen. Die LVB rechnet mit Behinderungen bis 22 Uhr.

Twitter Westplatz

16.30 Uhr +++ Tausende Demonstranten auf Leipzigs Straßen

Nach aktuellen Schätzungen der Veranstalter sind bei der Studierendendemo "Legida? Läuft nicht" mindestens 7.000 Teilnehmer unterwegs. Gleichzeitig meldet die Leipziger Antifa-Gruppe, dass bei der Anti-Legida-Demo "Refugees welcome" am Markt mindestens 2.000 Demonstranten abmarschbereit sind; in wenigen Minuten soll es losgehen.

Twitter Markt

 

16.15 Uhr +++ Studentendemo ist unterwegs

Mit rund 15 Minuten Verspätung ist soeben die studentische Kundgebung "Legida? Läuft nicht" gestartet. Vom Uni-Campus geht es quer durch die Stadt bis zum Westplatz. Durch die Universitätsstraße hallt Musik, die Stimmung ist gut. Ein Ende des Zuges ist noch nicht absehbar.

Studenten gegen Legida
Studenten gegen Legida

15.45 Uhr +++ Licht aus, Fenster auf, Musik an

Der Bürgerverein Waldstraßenviertel ruft alle Bewohner, Geschäfte und Büros auf, als Zeichen des friedlichen Protests das Licht auszuschalten, in der Jahnallee ab 17 Uhr, im übrigen Waldstraßenviertel ab 18.30 Uhr. Um die Parolen zu übertönen, sollen die Bewohner das Viertel mit Beethovens „Ode an die Freude“ beschallen.

 

Reaktionen +++ Linke wendet sich an CDU

Man muss in solchen Tagen, wie wir sie hier haben – egal, in welchem Land, egal, in welcher Stadt – ganz klar Flagge zeigen. Und das erwarte ich auch von der CDU.

Cornelia Falken (DIE LINKE), Mitglied des sächsischen Landtags

15.30 Uhr +++ Studentendemo ist abmarschbereit

Studenten bereiten sich auf die Gegendemonstration vor
Studenten bereiten sich auf die Gegendemonstration vor

 

Twitter Campus Innen Mephisto

15.15 Uhr +++ Leipzigs Kultur sagt #nolegida

Nicht nur die Hochschulen, auch die kulturellen Einrichtungen der Stadt engagieren sich. Die Oper zeigt ihre Meinung mit übergroßen Plakaten auf der Hauswand. Die Mitarbeiter des Schauspiels bekommen Protesturlaub; alle Abendproben fallen aus.

Oper Leipzig: Für Vielfalt, Toleranz, Offenheit
Oper Leipzig: Für Vielfalt, Toleranz, Offenheit

Reaktionen +++ SPD kritisiert rechtsextreme Thesen

Ich demonstriere, weil das, was Legida auf die Straßen bringt, alles andere als verfassungsrechtlich und – wenn man sich die Thesen anschaut – rechtsextrem ist.

Holger Mann (SPD), Mitglied des sächsischen Landtags

15.00 Uhr +++ SPIEGEL: Legida-Ursprünge deutlich rechtsextrem

In den vergangenen Tagen hat der SPIEGEL die internen Facebook-Gruppen der Dresdner Pegida-Veranstalter durchforstet. Dabei äußern sich die Gründer intern klar rechtsextrem. Dem Spiegel zufolge schrieb einer bei der Namensfindung als Reaktion auf den Vorschlag "Friedliche Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes": "Ich finde den Namen viel zu nett und gutmenschenfraktionskompatibel. Haben wir das nötig?? Warum muss unbedingt friedliebend rein? Europäer? Ich bin deutscher... NATIONAL ist das Wort."

14.45 Uhr +++ Positionsloses Positionspapier?

"Dagegen!" So lassen sich die Positionen der islamfeindlichen Legida-Bewegung zusammenfassen. 17 Punkte umfasst das Papier, sie seien das Ergebnis “stundenlanger Diskussionen”, sagte der Organisator der islamfeindlichen Legida-Kundgebung Jörg Hoyer im Interview mit mephisto 97.6. Viele der Diskussionsergebnisse sind mit rechtsextremem Gedankengut durchsetzt, wie die Analyse des Netzwerkes gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus zeigt. Vor gut einem Monat hat die Pegida-Bewegung ein Positionspapier veröffentlicht. Allerdings hatten die Veranstalter es bisher vermieden, auf den Kundgebungen aus dem Papier zu zitieren. Beobachter gehen davon aus, dass viele der Demonstranten sich nicht mit dem Papier identifizieren. Es sei zu demokratisch formuliert.

Twitter Jahnallee

14.30 Uhr +++ Ode an die Freude um 18.30 Uhr auf mephisto 97.6

LVZ-Online und Radio mephisto 97.6 haben in gemeinsamer Aktion einen Tipp für alle, die dem Aufruf des Bürgervereins Waldstraßenviertel folgen wollen: Pünktlich um 18.30 Uhr spielt mephisto die Europahymne "Ode an die Freude" aus der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Natürlich auch hier im Mephisto-Live-Stream!

14.15 Uhr +++ Der Legida-Organisator im Blick

Dem Organisator der Legida-Demonstration, Jörg Hoyer, droht möglicherweise ein Parteiausschluss. Das berichtet die Leipziger Volkszeitung. Die Dresdner FDP, deren Mitglied Hoyer seit September 2012 ist, will offenbar ein Ausschlussverfahren einleiten. Er habe seither keinen Mitgliedsbeitrag gezahlt. Allerdings sei seine aktuelle Adresse dem FDP-Kreisverband unbekannt.

Reaktionen +++ HGB nimmt Stellung zu Legida

Kunst und künstlerische Lehre sind auf die Freiheit der Gedanken angewiesen. Legida geht da in die völlig andere Richtung.

Meike Giebeler, Pressesprecherin der Hochschule für Grafik und Buchkunst

13.45 Uhr +++ Achtung Verkehrsänderungen

Wegen der Demos haben die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) für die Zeit von 14 bis 22 Uhr geänderte Fahrpläne für die Tram-Linien 1, 2, 3, 4, 7, 8, 9, 14 und 15 sowie für die Buslinien 74 und 89 und die Regionalbusse 130 und 131 angekündigt.

Das Ordnungsamt hat außerdem angekündigt, dass der Waldplatz spätestens ab 14 Uhr weiträumig gesperrt sein wird. Entlang der Demonstrationsroute herrscht Parkverbot, weder Anwohner-Parkausweise noch Dauerausnahmegenehmigungen gelten dort heute. Informationen dazu gibt es hier.

Zur Vorbereitung der Sperrung hat das Ordnungsamt offenbar bereits Autos abgeschleppt.

 

13.00 Uhr +++ Kein Verbot von Mohammed-Karikaturen

Bisher hieß es, dass die Stadt sich mit den Veranstaltern der Legida-Demo darauf geeinigt habe, keine Mohammed-Karikaturen auf der Demo zu zeigen. Oberbürgermeister Burkhard Jung hat am Montagvormittag die Auflage aber nun aufgehoben. "Die Meinungsfreiheit ist ein sehr hohes Gut und vor dem Hintergrund der Anschläge von Paris kann sie nicht hoch genug eingeordnet werden", zitiert die Pressestelle der Stadt Jung. Hintergrund ist der mutmaßlich islamistisch motivierte Anschlag auf die Redaktion des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo. Die Stadt wolle Provokationen vermeiden.

12.50 Uhr +++ Aufruf an die jungen Bewohner des Waldstraßenviertels: Mit Kreide für Weltoffenheit

 

12.15 Uhr +++ Verbot von Mohammed-Karikaturen

Bisher heißt es, dass die Stadt sich mit den Veranstaltern der Legida-Demo darauf geeinigt habe, keine Mohammed-Karikaturen auf der Demo zu zeigen. Jetzt schreiben verschiedene Journalisten in sozialen Netzwerken, das Ordnungsamt habe diese Auflage zurückgezogen. Die Stadt wolle Provokationen vermeiden. Hintergrund ist der mutmaßlich islamistisch motivierte Anschlag auf die Redaktion des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo".

 

 

Reaktionen +++ HHL äußert sich zu Legida

Wirtschaft und Handel ohne internationalen Input sind nicht möglich. Wir sind eine internationale Hochschule. [...] Das gesamte Lebensgefühl der HHL steht im Gegensatz zu den Forderungen von Legida.

 

Volker Stößel, Pressesprecher der Handelshochschule Leipzig 

 

12.00 Uhr +++ Keine Demo ohne Route

Die Stadt rechnet mit 20.000 Gegendemonstranten – und die müssen irgendwo langlaufen. Deshalb haben wir alle Routen in einer Karte zusammengefasst. Hier gibt's Stimmen zur Routenfindung.

 

 

 

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Ricarda Wenge, Thomas Schmid, Alexandra Huth
12.01.2015 - 11:50