Leipziger Klinikclowns

Mit Clownine Kunst auf Visite

Ob trällernd, tanzend oder trottelig über die eigenen Füße stolpernd - wenn sie kommen, wird alles etwas bunter. Und stecken sie ihre rote Nase in ein Zimmer, steht das Lachen des Kindes im Rampenlicht – und ausnahmsweise nicht seine Erkrankung.
Klinikclowns im Krankenhaus Weimar
Leipziger Klinikclowns auf Visite

So fröhliche Demonstranten sieht man selten. Im vergangenen Jahr versammelten sich in Berlin knapp 100 Clowns vor dem Hauptbahnhof, um dann vor das Bundeskanzleramt zu ziehen. Mit roten Schaumstoffnasen, viel Schminke und Schildern mit der Aufschrift "Lachen hilft" demonstrierten sie lautstark für mehr Anerkennung und finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand.

Es sind Clowns, die dort für Aufmunterung sorgen, wo Menschen Schmerzen oder Ängste haben - in Krankenhäusern, Altersheimen oder Hospizen. Klinikclowns nennen sie sich deshalb. In Deutschland finanzieren sie sich ausschließlich über Spenden. So auch die Leipziger Klinikclowns, die mehrmals in der Woche zur Clownsvisite in die verschiedenen Krankenhäuser in der Region gehen.

Ehrenamtlich Freude verbreiten

Claudia Göpel ist eine von ihnen. Auch sie arbeitet ehrenamtlich als Klinikclown, schlüpft jeden Monat dreißig bis vierzig Stunden in ihre Rolle als Clownine Kunst. Zusammen mit Gerald Ruppert gehört sie zum harten Kern des Vereins. Mitarbeiter können sie sich nicht leisten. Deshalb freuen sie sich über jede helfende Hand. Momentan unterstützen sechs Studentinnen die Klinikclowns. Warum es meistens nur Frauen sind, weiß Claudia nicht.

Die engagierten Freiwilligen bekommen für ihre Hilfe eine kleine Aufwandsentschädigung. Mehr ist allerdings nicht drinnen. Denn der Verein muss sich ausschließlich mit Spenden über Wasser halten.

Die Spenden sind manchmal knapp. Im letzten Jahr haben wir aber Glück gehabt und von einem Unternehmen eine große Spende bekommen. Das war natürlich toll. Deshalb schaut es finanziell gerade ganz gut aus!

Claudia Göpel, Leipziger Klinikclowns

 

Reporterin Stefanie Delfs erzählt von ihrem Tag mit den Klinikclowns
Ein Tag mit Leipziger Klinikclowns

 

Für Claudia ist die Arbeit ein schöner Ausgleich zu ihrem eigentlichen Job. Sie arbeitet als Texterin und Autorin, verbringt die meiste Zeit alleine vor dem Computer. Deswegen genießt sie den Trubel auf der Kinderstation. Früher konnte sie sich nicht vorstellen, in die Rolle eines Clowns zu schlüpfen. Vor etwa sieben Jahren  wurde sie dann von ihrem Kollegen Gerald ins kalte Wasser geworfen. Seitdem ist die Arbeit mehr als nur ein Nebenjob für sie:

Das ist auf jeden Fall eine Herzensangelegenheit. Wir sind mit sehr viel Herzblut dabei. Denn das Schönste sind die lachenden Kinderaugen.

Claudia Göpel, Leipziger Klinikclowns

 

Mephisto 97.6-Reporterin Stefanie Delfs begleitet die Leipziger Klinikclowns
Mephisto 97.6-Reporterin Stefanie Delfs mit den Leipziger Klinikclowns
 

Kommentare

Ich bin bissel stolz und bissel hibbelig und ganz dolle glücklich. <3
Vielen Dank für diesen wundervollen Beitrag von Radio Mephisto und an einen lieben Gruß an unsere rasende Reporterin Stefanie, die uns einen ganzen Tag lang auf Klinikclownvisite begleitete und mir sogar im Stau unterhaltsame Gesellschaft leistete - und ihr dürft das jetzt auch, also der humorvollen Stippvisite lauschen. :)
Dreimal schwarzer Opa - hihihi. Wer wissen möchte, was dieser Zauberspruch zu bedeuten hat, muss ganz fix nochmal reinhören, in Minute dreidrölfnümzich wird's aufgelöst.
Und wer lesen möchte, was mir privat noch so alles durch den Kopf geht, der googelt mal nach meinem Traumzauberblog. ;)

Liebe Grüße,
Claudia Göpel
alias Clownine Kunst von den Leipziger Klinikclowns

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