Kamilla Senjo

mephisto97.6 meets ARD

Kamilla Senjo zu Gast im M19-Studio. Im langen Interview sprechen wir über die Arbeit bei BRISANT, ihre europäischen Wurzeln, und was eine Wahrsagerin mit all dem zu tun hat. Dabei begann alles mit einer Schwester und der Videokamera ihres Vaters.
Kamilla Senjo
Kamilla Senjo zu Gast bei M19

Auch im Studio von M19 schauen ab und an mal DIE von der ARD vorbei. Aber nicht um zu fragen, ob wir auch fleißig unsere Gebühr bezahlen. Eher stellen wir die Fragen. Wir haben ARD-Moderatorin und Auslandsjournalistin Kamilla Senjo im Studio:

Karoline Knappe im Interview mit MDR-Moderatorin Kamille Senjo.

Von den roten Teppichen und Royals dieser Welt

Seit ungefähr fünf Jahren kennt man Kamilla Senjo aus der ARD. Zwar hat sie es noch nicht in die Tagesschau geschafft, dafür aber auf einen Sendeplatz kurz danach. Nach der 17-Uhr-Tagesschau aus Hamburg präsentiert sie das Boulevardmagazin BRISANT aus Leipzig. Ziel sei es immer, die Geschichte der Geschichte zu erzählen, erzählte Senjo im Interview. Ihr ist es dabei wichtig, den Zuschauer zu berühren. Ihm solle nicht vorgeschrieben werden, wann er zu lachen oder zu weinen habe, aber er solle emotional berührt werden.

Dafür gab es 2013 für sie und ihre Kollegen in Studio und Redaktion einen Bambi. Der macht sich bisher ganz gut neben der älteren Auszeichnung aus dem Jahr 2000.

Halb Europa vereint auf zehn Zentimetern

Senjo stammt eigentlich aus dem westukrainischen Mukatschewo in der damaligen Sowjetunion. Doch in ihr steckt weniger Ukraine, als man anfangs meint: Ihre Eltern haben deutsch-ukrainisch-ungarische Wurzeln. Dazu kommt, dass ihr Nachname aus dem Italienischen stamme, verriet uns Kamilla.

Bandsalat beim Familienfest

Schon früh interessierte sie sich für das Fernsehen. Sie schaute nicht nur die klassischen DEFA-Märchen, sondern vor allem auch die Nachrichten, egal ob 'Tagesschau' oder 'aktuelle Kamera'. Sie faszinierte vor allem für die verschiedenen Mimiken und Gesten der Moderatoren. Letztlich baute sie auch die Heimvideothek aus: Bewaffnet mit einer Haarbürste als Mikro und der Videokamera ihres Vaters interviewte sie Freunde und Verwandte.

Sie sagte letztlich still: Ich will.

Nach der Schule stand für Senjo relativ schnell fest, dass sie etwas mit Medien machen wollte. In Leipzig studierte sie Germanistik und Journalistik. Später schaute sie beim Uni-Radio mephisto97.6 vorbei. Ihr erster Beitrag handelte von einem schweizer Zimmermann auf der Walz, der ganz langsam gesprochen hat, erinnert sich Senjo. Ihre erste Livesendung war die mephisto97.6-Piste, mit sächsischem Dialekt.

Nach "Radio Leipzig" kam sie zum MDR, betreute dort die Nachrichten und aus Auslandsmagazin „Windrose“. Für ihre journalistische Arbeit war ihre Herkunft stets ein Türöffner.

Ich war ein Mitglied der Familie

Kamilla Senjo, Fernsehmoderatorin und Auslandsjournalistin

Auf ihren Auslandsreportagen hat sie vor allem osteuropäische Länder vorgestellt. Ihr Ziel war es, die Länder und die Menschen vorstellen, Vorurteile abzubauen.

 

 

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Christoph Becker
24.09.2015 - 18:46
  Kultur