Sicherheit

Mehr Gewalt gegen Sicherheitspersonal

Sie sorgen im Club oder bei Konzerten für Sicherheit und werden dabei oft attackiert. Die Zahl der Angriffe auf private Sicherheitsleute ist im Vergleich zum letzen Jahr stark angestiegen. Das zeigen mehrere Anfragen der Linksfraktion im Landtag.
Die Zahl der Angriffe auf die Polizei ist geringfügig zurückgegangen.

Rettungskräfte, verbeamtete Personen oder die Polizei: sie alle werden in Sachsen immer wieder Opfer von Attacken. Im vergangenen Jahr wurden vor allem private Sicherheitsleute oder Vollstreckungsbeamte angegriffen. Im Vergleich dazu sind die Angriffe auf verbeamtete Personen, Rettungskräfte und Lehrerende seit 2017 zurückgegangen. Im letzten Jahr gab es circa 2.800 Angriffe auf Polizeibeamte in Sachsen. Das sind ungefähr 200 Angriffe weniger als im Vorjahr. Trotzdem sind die Zahlen allgemein auf einem hohen Niveau. Denn betrachtet man sich den Zeitraum von sechs Jahren anschaut, dann sind die Übergriffe gestiegen. Auf Rettungskräfte gab es in dem Zeitraum doppelt so viele Angriffe, bei der Polizei ist die Zahl um ein Viertel gestiegen. Insgesamt spricht Enrico Stange, der innenpolitische Sprecher des Sächsischen Landtags spricht da schon von einer starken Gewaltbereitschaft.

„Insgesamt würde ich nicht entwarnen, weil wir es insgesamt mit einer Verrohung der Gesellschaft zu tun haben. Da wo also tatsächlich die Bereitschaft wächst, Konflikte gewalttätig zu lösen. Diese Bereitschaft nach meinem Empfinden wächst und das sagen auch die Zahlen aus“

Enrico Stange (Die Linke)

Im Bereich der öffentlichen Sicherheitsdienste kommt es zu vielen Straftaten: meist Beleidigungen, Körperverletzungen oder Überfälle. Vor allem die Polizei wird im Streifendienst oft damit konfrontiert. Als Polizeibedienstete könnte man vor Attacken nie ganz geschützt sein, weil vor allem auf Streife nie klar ist, welchen Menschen man begegnet, beklagt Stange. Im Bereich der privaten Sicherheitsdienstleister gäbe es auch viele Vorfälle, die in Asylheimen stattgefunden haben. Das liege laut Stange aber nicht an den Geflüchteten selbst, sondern meist daran, dass viele Sicherheitsdienste den Geflüchteten oft respektlos begegnen und dann solche Angriffe hervorrufen.

Der Beitrag zum Nachhören:

Moderatorin Peggy Fischer im Gespräch mit Johanna Honsberg.
0805 Beitrag Wachleute
 

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