Inklusion auf dem Arbeitsmarkt

Mehr Einbindung gefordert

Wie kann die Inklusion von Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt besser durchgesetzt werden? Mit dieser Frage haben sich verschiedene sächsische Institutionen beschäftigt und am Ende in Leipzig eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.
Unterschreiben der Kooperationsvereinbarung
Klaus-Peter Hansen und Andreas Werner beim Unterschreiben der Kooperationsvereinbarung

Im Integrationshotel Philippus wurde heute eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben, mit dem Ziel, Menschen mit Behinderung besser und schneller auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Regionaldirektion Sachsen, die Bundesagentur für Arbeit und der kommunale Sozialverband Sachsen wollen dies durch eine engere Zusammenarbeit erreichen.

In Sachsen gibt es rund 11.200 Rehabilitanden, die teilweise bereits gefördert werden. Durch 100 Millionen Euro jährlich sollen diese besser unterstützt werden, zum Beispiel durch Individualförderungen oder Arbeitseinführungen. Auch in den digitalen Bereich wird investiert, um behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen.

Maßnahmen der Inklusion

Langfristig sollen möglichst viele inklusive Betriebe ermöglicht werden. Zum einen durch Integrationsbetriebe, in denen mindestens 40 Prozent der Arbeitenden eine Behinderung haben. Zum anderen soll aber auch in normalen Betrieben eine fünf-Prozent-Quote bestehen. Andreas Werner, der Verbandsdirektor des Kommunalen Sozialverbands Leipzig, prognostiziert, dass der Rückgang der Bevölkerung in Sachsen einen positiven Einfluss darauf haben könnte.

Spätestens dort wird es jeder merken, dass wir uns es eigentlich nicht leisten können, dass Leute, die arbeiten können, nicht arbeiten dürfen, nur weil sie behindert sind.

Andreas Werner, Sozialverband Leipzig

Betriebe sollen außerdem besser an das Thema herangeführt werden, zum Beispiel durch Beratungen. So sollen Ängste der Unternehmen bezüglich der Arbeit mit Menschen mit Behinderung abgeschafft werden.

Alle Informationen können Sie hier noch einmal Nachhören:

Moderator Moritz Döring im Gespräch mit Redakteurin Nicole Franz
Inklusion auf dem Arbeitsmarkt
 

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