e-Mobilität

Mehr e-Fahrzeuge für die Stadtverwaltung

Die Leipziger Stadtverwaltung will ihren Bestand an e-Fahrzeugen für ihre Mitarbeiter weiter ausbauen. Damit will die Stadt ein Vorbild für nachhaltige Mobilität darstellen.
In Leipzig wurde heute das Projekt "Laternenparken" vorgestellt.
Elektroautos ersetzen zunehmend die klassischen Dienstfahrzeuge der Leipziger Stadtverwaltung

e-Mobilitätskonzept seit 2012

Bereits seit 2012 ist der Einstieg in die e-Mobilität innerhalb der Stadtverwaltung Leipzig beschlossene Sache. Das Konzept war die Voraussetzung, um sich für das europäische Gütezertifikat für nachhaltige Energie- und Klimaschutzpolitik in der Kommune zu bewerben. Unter dem Zweig der Energie und Umwelttechnik hat sich zu diesem Zweck vor rund fünf Jahren die Plattform „e-Mobilität” gebildet. Vertreter und Vertreterinnen aus Wirtschaft, Medien, Verwaltung und Verbänden fördern unter dem Zeichen einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung unter anderem innovative Ideen und die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt. Dies soll auch zum Ziel der Bundesregierung beitragen: bis 2020 sollen auf deutschen Straßen eine Millionen Elektrofahrzeuge fahren. Bezogen auf Leipzigs Bevölkerungszahl wären dies rund 20 000 Fahrzeuge. Der Status quo zeigt in dieser Hinsicht viel Luft nach oben: 170 der rund 220 000 angemeldeten Fahrzeuge in Leipzig werden mit Strom betrieben. Dies sind weniger als 0,1 Prozent.

Die öffentliche Hand als Vorbild

Elektrofahrzeuge sind leise, abgasfrei und haben niedrige Verbrauchskosten. Eigenschaften, die die Lebensqualität nicht nur in Großstädten verbessern. Da bis jetzt noch vergleichsweise wenige Bürgerinnen und Bürger auf Elektrofahrzeuge umgestiegen sind, hofft die Stadt, mit ihrer zunehmenden Umstellung auf e-Mobilität ein Zeichen zu setzen.

Die öffentliche Hand muss deshalb Vorbild sein, sie muss klima- und umweltfreundlich agieren, nachhaltig wirtschaften und einen Beitrag zum technischen Fortschritt leisten.

Hauptamtsleiter Christian Aegerter gegenüber der LVZ

Etwa die Hälfte aller in Leipzig registrierter e-Fahrzeuge sind Eigentum der Stadt. Aktuell sind 21 der 99 Dienstfahrzeuge elektrisch. Dies soll nun weiter ausgebaut werden. Für bestimmte Fahrzeuge lohnt sich die e-Mobilität jedoch aus Sicht der Stadtverwaltung nicht. Beispielsweise Blitzerfahrzeuge werden aus wirtschaftlichen Gründen nicht umgerüstet. Auch Fahrzeuge, die lange Strecken zurücklegen, wie die Limousine des Oberbürgermeisters, bleiben in Zukunft kraftstoffbetrieben.

Nachhaltige Mobilität für Alle?

Kritisiert wird das Konzept der Stadt vom Verein Ökolöwe- Umweltbund Leipzig e.V. Im Gespräch mit mephisto 97.6 sagt Tino Supplies, der Fachbereichsleiter im Bereich der nachhaltigen Mobilität und Stadtentwicklung des Vereins, dass die Leipziger Stadtverwaltung, was die interne e-Mobilität betreffe, bereits auf einem guten Weg sei. Es sei allerdings wichtig, dass alle Leipziger Bürgerinnen und Bürger von nachhaltigen Verkehrskonzepten wie der e-Mobilität,profitierten. In diesem Sinne sei beispielsweise ein weiterer Ausbau des Straßenbahnnetzes sinnvoll. So könnten auch Menschen, die kein Auto besitzen, nachhaltig unterwegs sein. Auch die Autoindustrie solle den Fokus auf die Entwicklung marktfähiger Elektrofahrzeuge legen, damit diese für mehr Menschen attraktiv würden.

Hören Sie hier den ganzen Beitrag von mephisto 97.6 Redakteur Thomas Tasler: 

Ein Beitrag von Thomas Tasler über e-Mobilität in Leipzig.
 
 

Kommentieren

Lara-Lena Gödde
20.05.2017 - 12:34