Frauen im Film

Mangelware

Wenn sich die Leute einen Regisseur vorstellen, denken sie meistens an einen Mann. Aber sind wirklich hauptsächlich Männer in der Filmbranche tätig? Und falls ja, warum ist das dann so?
Woods of Birnam
Ist die Filmbranche eine Männerdomäne?

Der Film ist tatsächlich eine Männerdomäne. Das hat nun auch eine Studie der nationalen Filmförderungsanstalt (FAA) belegt. Diese hat für die Jahre 2011 bis 2015 untersucht, wie viele Frauen Schlüsselpositionen in deutschen Filmproduktionen eingenommen haben. Schlüsselpositionen sind zum Beispiel Regie, Produktion, Drehbuch, Kamera, Ton und Kostüm. Das Geschlechterverhältnis liegt in den meisten Bereichen bei 80 zu 20. Also haben Frauen nur 20 Prozent der Projekte in den jeweiligen Bereichen geleitet. Nur im Bereich Kostüm ist das Verhältnis genau umgekehrt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die stellvertretende Geschäftsführerin der FFA, Christine Berg, nennt einen davon:

Ich traue eher einem Mann ein großes Budget zu, und dass er etwas Tolles daraus macht. Das ist das Stereotype. Und wenn ich einmal mit ihm zusammengearbeitet habe, dann arbeite ich immer wieder mit ihm zusammen. Das heißt, wenn ich einmal einen Verbund geschaffen habe, dann lasse ich den ehrlich gesagt ungern wieder los. 

Christine Berg

Aussichten auf Änderung

Christine Berg und auch Jürgen Kasten, der Geschäftsführer des Bundesregieverbands, sind sich sicher, dass in Zukunft ein Umschwung stattfinden wird und mehr Frauen beim Film arbeiten werden.

Im Moment sind sich alle einig – Männer und Frauen, die gesamte Gesellschaft – dass es ganz wichtig ist, dass wir da ein anderes Bild erzeugen in Zukunft. Wenn da tatsächlich Leute sind – und da ist es völlig egal, ob das ein Mann oder eine Frau ist – die tolle Ideen haben, die sie umsetzen können: Großartig! Dann her damit!

Christine Berg

Außerdem studieren auch immer mehr Frauen an Filmhochschulen, laut Jürgen Kasten ein gutes Zeichen.

Den gesamten Beitrag zum Nachhören von mephisto 97.6 Redakteurin Peggy Fischer finden Sie hier:

Ein Beitrag von mephisto 97.6 Reporterin Peggy Fischer
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