GameCheck: "Moonlighter"

Looten und... verkaufen?

Warum gehen Abenteurer in Dungeons? Klar, um zu leveln und zu looten. Und das Loot dann beim Händler zu Gold zu machen. Im rogue-lite Dungeoncrawler Moonlighter ist das etwas anders. Denn da ist der Abenteurer zugleich auch selbst der Händler.
Moonlighter
Die Dungeons von Moonlighter können ziemlich tödlich sein

In Moonlighter schlüpfen Spieler in die Rolle von Will. Will ist nicht nur der Besitzer des Moonlighters, des letzten Ladens im Dorf, er will vor allem eines: das Geheimnis der Dungeons nahe des Dorfes erkunden. Also schnappt er sich kurzerhand Schwert und Schild und begibt sich in den ersten Dungeon. Hier gibt es natürlich nicht nur Schätze zu holen. Nein, Will muss sich auch allerhand Monstern stellen.

Erst looten...

Moonlighter
In den Dungeons gibt es nicht nur Monster sondern auch Schätze

Mit wahlweise Schwert und Schild, Lanze, Fäustlingen oder einem Bogen kann Will auf die Monster einschlagen. Anvisieren kann er dabei nicht, er schlägt einfach in die Richtung, in die er gerade schaut. Seinerseits kann er Angriffe blocken oder ihnen ausweichen.

Die Dungeons sind in verschiedene Ebenen unterteilt, an deren Ende ein Boss wartet. Ist der einmal besiegt, öffnet sich der nächste Dungeon. Mit neuem Loot, aber auch stärkeren Gegnern. Manchmal kann es sich aber auch lohnen, nicht gleich durch den ganzen Dungeon zu rennen. Denn als rogue-lite birgt Moonlighter immer die Gefahr, die hart erkämpften Schätze wieder zu verlieren.

Moonlighter
Das Inventar ist begrenzt

Stirbt Will nämlich im Dungeon, geht fast alles in seinem Rucksack verloren. Lediglich die obersten fünf Gegenstände bleiben ihm erhalten. Dazu kommen manche Schätze auch mit speziellen Eigenschaften, die etwa den Schatz links von ihnen bei der Heimkehr zerstören. Hier heißt es sinnvoll anordnen.

Zumindest kann Will den Dungeon auch manuell verlassen. Gegen ein kleines Entgelt kann er ein magisches Amulett nutzen, um nach Hause zurückzukehren. Für etwas mehr Schotter kann er auch ein Portal bauen, mit dem er dann an die gleiche Stelle im Dungeon zurückkommt.

...und dann reich werden

Moonlighter
Die erarbeiteten Schätze kann Will dann zu Geld machen... wenn er erstmal den richtigen Preis gefunden hat

Hat Will seine Schätze einmal sicher nach Hause gebracht, kann er sie in seinem Shop zum Verkauf anbieten. Die Preise sind nicht vorgegeben, sondern funktionieren nach dem trial-and-error Prinzip. Spieler können den Preis nach Belieben festsetzen und die Kundschaft gibt mittels Emojis an, wie gut ihnen das gefällt. War der Preis zu niedrig, gibt es leuchtende Augen und einen Kunden, der fröhlich zur Kasse rennt. Ist der Preis zu hoch dagegen nur ein enttäuschtes Gesicht und kein Geschäft.

Das hart erwirtschaftete Geld kann Will dann in seinen Laden stecken, um ihn zum Beispiel zu vergrößern oder eine Ladenhilfe anzustellen, die lästige Diebe vertreibt. Oder er steckt das Geld in die Stadt, um Händler wie den Schmied oder die Hexe zurückzuholen. Bei denen kann er dann auch seine Waffen und Ausrüstung verbessern oder Tränke für den nächsten Dungeonrun brauen.

Fazit

Moonlighter ist eine ungewöhnliche Mischung aus Dungeoncrawler und seichtem Wirtschaftssimulator – aber eine, die viel Spaß macht. Das Ganze wird mit einer niedlich animierten Grafik und einem wunderschönen Soundtrack kombiniert, um ein erstaunlich entspannendes Gameplay-Erlebnis zu schaffen.

Das Review als Video gibt es hier zum Nachschauen:

 

Kommentieren

Moonlighter erscheint für den PC, die PS4, Xbox One und Nintendo Switch