Pride Month in den USA

LGBTQ im Scheinwerferlicht

Der Pride Month wirft das Scheinwerferlicht in den USA auf die LGBTQ-Community. Dennoch sehen sich viele Mitglieder noch immer mit Diskriminierung konfrontiert.
Die LGBTQ-Community drückt ihre Unterstützung durch Flaggen aus.
Der Pride Month wird in den USA bunt gefeiert.

Obwohl die USA für ihre unterschiedlichen Kulturen und Religionen bekannt sind, hat die Diskriminierung in den letzten Jahren einen traurigen Aufwind bekommen. Dabei ist die Gesellschaft gespalten, denn auf der einen Seite zeigt der Pride Month diesen Juni die weitreichende Unterstützung der LGBTQ-Community.

Gleichzeitig gibt es aber auch viel Kritik – nicht zuletzt Präsident Trump, der sich, gelinde gesagt, schwer damit tut, Minderheiten in die Gesellschaft einzubinden.

Betroffene sehen die Situation allerdings in mehr als nur pro und contra Positionen. Zwar zeigen sich viele als liberal, sind in ihren Ansichten aber dennoch eingefahren. Wichtig ist aber, seine Perspektive immer wieder an andere Menschen und deren Lebenssituation anzupassen, denn Schubladendenken schafft Vorurteile und die gilt es zu überwinden.

Akzeptanz auf dem Campus

In der College-Stadt Athens treffen viele unterschiedliche Perspektiven aufeinander. Der weltoffene Campus trifft auf eine sehr konservative Kleinstadt und ihre Einwohner. Und von diesem Konflikt sind manche Mitglieder der LGBTQ-Community enttäuscht.

Nick Hines ist in einer ländlichen Gegend in Ohio aufgewachsen. Der Student ist schwul und hat sich während seiner Jugend auf die Zeit auf einem Campus gefreut und sich Akzeptanz von der Community erhofft. Die Realität sieht leider manchmal anders aus.

Hier in Athens war Diskriminierung schmerzhafter. Ich bin eben aufgewachsen, wie ich bin und daher beeinflusst mich die Angst schwul zu sein im Alltag. Zum Beispiel diese Gedanken: ‚Oh mein Gott, die Person wird sich über mich lustig machen, weil ich schwul bin‘.

Nick Hines, Student

Die LGBTQ-Community ist nicht die einzige Minderheit, die diskriminiert wird. Sie ist, zumindest in den USA, präsenter und sichtbarer. Jahrelange Arbeit aus dem Schatten heraus, äußert sich jetzt in gefeiertem Stolz. Noch bis Ende Juni finden überall im Land Paraden statt.

Den Beitrag zum Nachhören finden Sie hier:

Ein Beitrag von Lauren Ramoser.
 

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