Konzertbericht

Let's Disappear to New York

Am 24.09.2016 spielte die vierköpfige Indie-Rock Band The Boxer Rebellion im Werk 2. Die Band ist gerade mit ihrem fünften Studioalbum "Ocean by Ocean" auf Tour.
Anzeigetafel vor dem Werk 2
Los geht's! The Boxer Rebellion im Werk 2

Erwartungen

Es gibt ja Bands, von denen kann man jeden Song auswendig mitsingen – und dann gibt es eben auch diese Bands, von denen man schon ewig ein Album im Schrank stehen hat. Und irgendwie ist es auch so ein Name, den man eben kennen muss. Wenn die dann zu Besuch in der Stadt sind, ist irgendwie klar, dass man sie live sehen will. Auch wenn man nicht so wirklich weiß, was einen an diesem Abend genau erwartet. So eine Band sind The Boxer Rebellion für mich.

Erster Eindruck

Es ist auf jeden Fall ziemlich voll im Werk 2. Das Konzert findet in Halle D statt. Bereits zur Vorband finden sich viele Leute vor der Bühne ein und einige müssen schon jetzt in den hinteren Bereich der Halle ausweichen. Die Vorband ist ein junger Berliner, der normalerweise mit Verstärkung, heute aber allein, auftritt. Er nennt sich "Still Parade" und macht süße Indie-Musik mit elektronischen Einflüssen. Das ist ziemlich cool, aber nach ein paar Songs bin ich dann gar nicht so traurig, dass die Drum-Machine ausgemacht wird und es mit The Boxer Rebellion losgeht.

Show

Das Tour-Banner von The Boxer Rebellion ist eine im Comic-Stil gezeichnete, bunte Welle. Es erinnert irgendwie an Surf-Punk und Kalifornien. Das Banner steht während der ersten Songs in starkem Kontrast zur Musik. Die klingt zunächst in einer ruhigen und melancholischen Stimmung an. Die Band spielt eine gute Mischung aus alten und neuen Songs, was man unter anderem auch daran merkt, wie sehr das Publikum mitgeht. Im Allgemeinen wirkt die Halle überwiegend wie eine Indie-Disko – wenig tatsächliches Tanzen, aber viel Mitnicken. Spielt die Band aber einen ihrer "Hits", tanzen doch auch viele mit. Neben dem erfreuten Mitnicken zieht sich durch das ganze Konzert eine Zuschauer-Beteiligung in Form von Klatschen. Mir persönlich ist das oft zu viel. Die Band scheint es aber zu freuen und sie animieren sogar selbst dazu. Zum Beispiel beim Song "No Harm". Alles in allem herrscht eine wirklich gute Stimmung im Publikum, was die Band auch spürt. Immer wieder betont der Sänger, wie gut es ist, als Headliner vor eigenen Fans zu stehen. The Boxer Rebellion spielen eine gute Stunde, die Spaß macht und schnell vorbeigeht. Danach lassen sie sich nochmal für drei Zugaben auf die Bühne rufen. 

The Boxer Rebellion
 

Was in Erinnerung bleibt

Das Konzert lässt wenig zu wünschen übrig. Besondere Highlights sind für mich die Songs "Let's Disappear" und "New York". Die Mischung der Songs funktioniert gut und sowohl Fans als auch diejenigen, die die Band noch nicht so gut kannten, scheinen überzeugt zu sein. Ein gelungener Abend mit The Boxer Rebellion also. 

 

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Gesa Koy
26.09.2016 - 11:25
  Kultur