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Leipzigs Tag in einem Artikel

Leipzigs Tag kurz zusammengefasst, unteranderem mit mehr Fällen von Kindeswohlgefährdung im Freistaat, unerwartet vielen Bewerben für Lehrerstellen in Sachsen und weniger politscher Gewalt.
weinendes Kind
Das Jugendamt hat 140.000 Fälle auf Kindeswohlgefährdung überprüft.

Leipzigs Tag kurz zusammengefasst, unteranderem mit mehr Fällen von Kindeswohlgefährdung im Freistaat, unerwartet vielen Bewerben für Lehrerstellen in Sachsen und weniger politischer Gewalt.

Kindeswohlgefährdung ist angestiegen

Das Statistische Bundesamt zur Kinder- und Jugendhilfe hat besorgniserregende Zahlen für 2016 veröffentlicht. In insgesamt 140.000 Fällen musste das Jugendamt Kindeswohlgefährdungen, also ob das körperliche, geistige oder seelische wohl eines Kindes gefährdet ist, prüfen. Das ist ein Anstieg um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auch in Sachsen sind die Fallzahlen stark gestiegen. So wurden im Jahr 2012 noch 330 Fälle von Kindeswohlgefährdung angezeigt, im Jahr 2017 handelte es sich fast um die doppelte Menge.

Mehr Informationen im Beitrag aus der Sendung:

Ein Beitrag von Anneke Elsner
0801 BmE Kindeswohlgefährdung

Mehr Lehrerbewerbungen als erwartet

Zum 1. Februar 2018 werden nach Angaben des Kultusministeriums 660 Lehrer Stellen besetzt. Bisher seien bereits circa 2000 Bewerbungen eingegangen. Davon sind 323 der Bewerber grundständig ausgebildete Lehrer. Ein Teil von ihnen kommt aus anderen Bundesländern.

Damit sind die Zahlen höher als erwartet. Da dem Freistaat Referendare zum Besetzen der Stellen fehlen. Grund dafür ist die Verlängerung deren praktischen Ausbildungsdauer von einem Jahr auf anderthalb.

Von 1774 Bewerbern seien 1400 qualifiziert, um im Freistaat als Lehrer zu arbeiten. Die restlichen 300 würden noch überprüft, da sie zwar einen Hochschulabschluss hätten, aber keine passende Fächerkombination hätten.

Politische Gewalt in Sachsen zurückgegangen

Die Zahl der erfassten politischen Straftaten in Sachsen ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Das geht aus einer Analyse des Innenministeriums hervor. So habe laut LVZ das ehemalige Operative Abwehrzentrum (OAZ) bis Ende November 494 Verfahren (2016 580 Verfahren) gegen 337 Beschuldigte (2016 755 Beschuldigte) abgeschlossen. Dabei handele es sich um den zweithöchsten Wert an Fällen in den letzten fünf Jahren.

Die meisten politisch motivierten Straftaten kommen weiterhin aus dem rechtsextremen Bereich. Wobei aber auch die Anzahl an Verfahren gegen Linksextreme gestiegen ist, nämlich von 77 Fällen im Vorjahr auf 87 Fälle 2017.

Schwerpunkte blieben Angriffe auf Flüchtlinge und Asylunterkünfte, daneben die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel sowie die Bearbeitung von Gefährdern.

Mehr Informationen im Beitrag aus der Sendung:

Ein Studiogesspräch zwischen Redakteur Linus-Benedikt Zosel und Moderator Florian Eib
0801 SG politische Gewalt
 

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