Auwald

Leipzig unter Wasser

Um das Paußnitzgebiet im Leipziger Auwald zu renaturieren, wird die Fläche Jahr für Jahr geflutet. Diese sogenannte Paußnitzflutung hat erneut diesen Montag begonnen und dauert ganze 14 Tage an. Ziel sei es, ein auentypisches Klima herzustellen.
Der Leipziger Auwald
Der Leipziger Auwald

Vom 27. Februar bis circa 12. März heißt es Land unter im Leipziger Auwald. Grund dafür ist das Langzeitprojekt „Paußnitzflutung“. Dieses findet bereits seit 1993 statt und bedeutet, dass ein Mal jährlich das Gebiet um die Paußnitz unter Wasser steht. Die Flutung an sich dauert ungefähr 14 Tage an. Betroffen ist das Naturschutzgebiet „Elster- und Pleißeauwald“. Dieses fünf Hektar große Naturschutzgebiet befindet sich im südlichen Teil des Leipziger Auwaldes. Angeleitet wurde das Projekt vom Leipziger Umweltschutzamt.

Erlen und Wasserschwertlilien

Früher wurde das Gebiet um die Paußnitz auf natürlich Weise geflutet. Seit 1930 wurde der Leipziger Auwald jedoch weitestgehend trockengelegt. Grund dafür waren Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser. Dadurch veränderte sich das Klima, und somit auch Flora und Fauna. Die natürlichen Überschwemmungen blieben aus. Nach und nach verschwanden feuchtigkeitsliebende Pflanzen und Tiere. Verstärkt siedelte sich Spitzahorn, welcher Trockenheit bevorzugt und demnach ein auenuntypisches Gewächs ist, an. Diesen Veränderungen wirken die regelmäßigen, künstlich herbeigeführten Flutungen entgegen. Schritt für Schritt soll so wieder eine auentypische Dynamik herbeigeführt werden. Das Leipziger Amt für Umweltschutz verzeichnet bereits erste Erfolge. So sinkt der Bestand an Spitzahorngewächsen – Wasserschwertlilien, Erlen und Feldulmen kehren langsam zurück.

Weitere Informationen zur Paußnitzflutung hat mephisto 97.6 Redakteurin Peggy Fischer zusammengetragen:

Ein Beitrag von mephisto 97.6 Redakteurin Peggy Fischer
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Lara Spät
27.02.2017 - 19:12
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