smart-City-Konferenz

Leipzig schreitet der Zukunft entgegen

Die Digitalisierung schreitet voran – und auch Leipzig rüstet auf. Unter dem Motto „Morgen ist heute“ fand am 14. November eine Konferenz im Plagwitzer Kunstkraftwerk statt, bei der sich Interessierte über Neues in Sachen Mobilität informierten.
Die smart-City-Konferenz fand im Plagwitzer Kunstkraftwerk statt.
Die smart-City-Konferenz fand im Plagwitzer Kunstkraftwerk statt.

E-Mobilität, Car-Sharing, Datenschutz oder auch gesundheitliche Aspekte der Digitalisierung – die Themenliste bei der sogenannten „smart-City-Konferenz“ war lang. In drei Räumen informierten Politikerinnen und Politiker, Konzerne und Start-Ups über die neusten technologischen Entwicklungen und boten einen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern an. Insgesamt zehn Vorträge gab es zu hören, dazu stellten auf der „Ideen.Meile“ verschiedene Agenturen und Unternehmen ihre technischen Fortschritte vor.

Großer Andrang bei Stadtverwaltung und Kretschmer

Besonders beliebt war ein Vortrag von Dr. Beate Ginzel von der Stadt Leipzig, die über den Einfluss der Digitalisierung auf die Stadtverwaltung referierte. Die Bürgerinnen und Bürger, so Ginzel, wünschen sich eine Stadt, die jeden Tag 24 Stunden online erreichbar ist – „diesen Punkt haben wir zwar noch nicht erreicht, wir wollen die Kommunikation mit den Bürgern aber ausbauen.“ Dazu nimmt Leipzig am EU-Projekt „Triangulum“ teil, in dem sogenannte Leuchtturm-Städte wie Manchester oder Eindhoven, die ihre Verwaltung schon weitestgehend digitalisiert haben, eine Art Patenschaft für Städte wie Leipzig einnehmen sollen.

Am meisten Interesse zeigten die Anwesenden aber am Bürgerdialog mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der vor allem daran interessiert war, den Bürgerinnen und Bürgern mögliche Ängste vor der Digitalisierung zu nehmen. "Es ist wichtig, ganz beherzt in diese Zukunftstechnologien hineinzugehen, keine Angst zu haben, sondern Dinge auszuprobieren", sagte Kretschmer, der darüber hinaus betonte, dass der Freistaat in Zukunft eine Vorreiterrolle in Sachen Mobilität einnehmen will:

Wir wollen natürlich, dass Elektromobilität im Alltag in Sachsen stärker eine Rolle spielt. Wir sehen den neuen Fahrzeugen, die in den nächsten Jahren kommen werden, mit großem Interesse entgegen, weil dann auch die Reichweitenfrage eine ganz andere sein wird als heute.

Michael Kretschmer, Ministerpräsident Sachsen

Geduld gefragt beim autonomen Fahren

Trotzdem wird es noch ein wenig dauern, bis die neuen Mobilitäts-Technologien in Leipzig zur Norm werden. Bis das vielzitierte autonome Fahren überhaupt realisiert werden kann, müssen sich die Sachsinnen und Sachsen noch gedulden – mindestens 20 oder gar 25 Jahre, wie sich bei der Diskussionsrunde „Vision Zero“ herausstellte. Das größte Problem sei die Sicherheit bei dieser Technologie, die sich noch um einiges weiterentwickeln muss, bevor sie alltagsgebräuchlich wird.

 

Den Beitrag zum Nachhören findet ihr hier:

mephisto 97.6 Redakteur Jonas Grethel im Gespräch mit Moderator Janek Kronsteiner
Smart City
 

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