Zweites Leipziger Lesefest

Leipzig liest in leichter Sprache

Zu einem barrierefreien Leben gehören nicht nur Gebäude mit leichtem Zugang oder abgesenkte Bordsteinkanten. Für junge Menschen mit kognitiver Einschränkung oder einer Lernschwäche gehören auch Bücher in leichter Sprache für einen leichteren Alltag.
Leipziger Lesefest in leichter Sprache
Begeisterte Besucher beim Lesefest

In der Stadtbibliothek Leipzig lernten am Mittwoch Kinder und Jugendliche aus Förderschulen, integrativ arbeitenden Grundschulen und Werkstätten für behinderte Menschen, dass die Welt auch leicht verständlich sein kann...

Das Zweite Leipziger Lesefest in leichter Sprache wurde von Organisationen mitgestaltet, die das Interesse der jungen Besucher weckten und für eine große Begeisterung sorgten. Der Leipziger Zoo, die Polizei, der RB Leipzig und viele andere Organisationen begeisterten in interaktiv gestalteten Lesungen und Workshops die Kinder und Jugendlichen mit Lesen und Literatur. Die Besucher hatten keine Zeit für Langeweile – die Geschichten wurden nicht nur vorgelesen, sondern mithilfe von Mimik und Gestik erzählt. So konnten sie selber reimen und rappen, in einem Wettbewerb über die schönste Liebesgeschichte entscheiden oder von spannenden Tier-Geschichten vom Zoodirektor Prof. Jörg Junhold erfahren, der auch das auch Fest eröffnete.

All das sollte nicht nur für den Spaß der jungen Teilnehmer sorgen, sondern auch zeigen, dass unsere so komplexe Welt auch einfach sein kann. Durch das Lesen und Vorlesen der Texte in leichter Sprache werden bei der Zielgruppe Entscheidungsfähigkeit und Selbstbewusstsein gestärkt. So helfen Veranstalter solcher Events den Kindern und Jugendlichen mit kognitiven Problemen an der Gesellschaft teilzunehmen.

 

Ein Beitrag von Marvin Fadil zum Leipziger Lesefest
 

 

 

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Dorota Kusiak
10.06.2015 - 18:35