Informationstechnologie

Leipzig: Der Treffpunkt von IT-Experten

In der Welt wird jede Fachbranche mit den neuen digitalen Herausforderungen konfrontiert. Der Cluster Informationstechnologie Mitteldeutschland soll dabei helfen. Dieser findet die Tage in Leipzig statt.
Ablenkung nach der langen Diskussion
Unter anderem ist die Digitalisierung durch Virtual Reality-Brillen ein Thema der Veranstaltung.

Der Cluster Informationstechnologie Mitteldeutschland vereinigt die drei Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in einem Netzwerk. Diese Organisation verfolgt mehrere Ziele und fungiert unter anderem als ein gemeinsames Sprachrohr für die miteldeutsche Wirtschaft, die die Interessen der IT-Branche bündelt. Dabei unterstützt der Cluster IT Mitteldeutschland die Unternehmen ihre Interessen der Politik und Wirtschaft nahezubringen und mögliche Lösungen oder Verbesserungsvorschläge darzustellen. Nicht zuletzt geht es um den Wissensaustausch zwischen den Arbeitskreisen innerhalb des Clusters und um die Möglichkeit der internationnalen Zusammenarbeit. Das zeichnet sich durch zahlreiche Workshops, IT-Branchentreffen und Informationsveranstaltungen aus. In diesem Zusammenhang findet vom 23. bis zum 26. August die internationale Tagung "Web Intelligence 2017" an der Universität Leipzig statt.

Ausgerichtet wird diese Veranstaltung vom Institut für Wirtschaftsinformatik zusammen mit dem Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) und der Association for Computing Machinery (ACM). Insgesamt werden circa 250 Akteur*innen erwartet, die zum großen Teil aus dem Ausland kommen, vor allem sind Akteur*innen aus den USA, Japan und Indien vertreten.

Reporter Lukas Jahn war vor Ort und hat unter anderem mit Verantwortlichen gesprochen:

mephisto 97.6 Reporter Lukas Jahn im Gespräch mit Moderator Julien Reimer.
 

Für mehr Austausch in der Branche

Parallel zu dieser Veranstaltung findet am 24. August die Multikonferenz "Digital Innovation" statt. Es werden über 300 Teilnehmer*innen erwartet. Themen, wie Automobil, Cybersecurity und VR/3D-Technologie spielen bei der Veranstaltung eine Rolle. Innovationen, Trends und mögliche Entwicklungen werden von Expert*innen präsentiert. Durch den Austausch können Potenziale und Schwächen der praktischen Anwendung rechtzeitig erkannt werden. Es können aber auch neue Anregungen für neue technische Entwicklungen gesammelt werden.

Die Multikonferenz zeichnet sich nicht nur durch ihren internationalen Charakter aus, sondern blickt auch auf die digitale Wirtschaft in Sachsen. So wird im Grassimuseum der 3. Sächsische IT Summit veranstaltet.

Selbstfahrende Autos

Im Bereich Automobil spricht man zurzeit von der Zukunftsversion "autonomes Fahren". Es wird über Sensoren, Kameras und Radare berichtet, die einander ergänzen sollen. Das Problem dabei ist, dass diese eingebauten Geräte bei Schnee und schlechtem Wetter nicht so gut funktionieren. Außerdem können bei zu dichtem Verkehr Probleme bei den Sensorensystemen auftreten. Die IT-Branche spezialisiert sich nicht nur auf die Innovationen bei der Bedienung der Technik, sondern es geht auch um die Herausforderungen, die die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung schafft. Es sollen IT-Sicherheitssysteme entwickelt werden, die Daten vor der Internetspionage und vor Datendiebstahl schützen sollen. 

Durch die sich immer weiter entwickelnde IT-Branche, könne auch die Ressourcenschonung gefördert werden. Zum Beispiel kann der Energieverbrauch durch verschiedene IT-Kompetenzen optimiert werden. Auf diese Weise wird nicht nur das nachhaltige Wirtschaften in der Industrie ünterstützt, sondern auch der private Umgang mit Energieressourcen im Haushalt. 

Nachwuchs bleibt in der Region

Mit der Veranstaltung strebt der Cluster IT Mitteldeutschland den branchenübergreifenden Dialog zwischen verschiedenen Unternehmen an. Auf diese Weise kann man die Leistungsfähigkeit aller Bereiche der IT-Branche steigern. Eine weitere wichtige Aufgabe ist des Weiteren die Nachwuchsgewinnung. Der Cluster IT fungiert als eine Brücke zwischen den MINT-Studierenden, Fachleuten und ihren potentiellen Arbeitgeber*innen - den Unternehmen. Das ist unter anderem auch ein Grund, warum man die Universität Leipzig bei der Organisation dieser Veranstaltung miteinbezogen hat. Wichtig sei den sogenannten Brain-Drain zu vermeiden und dadurch qualifizierte Arbeitskräfte in der Region zu halten.

 

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