Interview

Kurdischer Fußballclub auf Soli-Tour

Der türkische Drittligist Amedspor ist seit Jahren nationalistischen Anfeindungen ausgesetzt. Nun sind sie auf Solidaritätstour. Wir haben mit zwei unterstützenden Leipziger Vereinen darüber gesprochen.
Die Tour läuft unter dem Motto „Geschichten eines Fußballvereins - zwischen kurdischer Identität und türkischer Repression"

Eine Fußballmannschaft aus dem türkischen Diyarbakır ist momentan auf Solidaritätstour in Deutschland unterwegs. Das Team von Amedspor wurde in der Presse bereits als Barcelona der Türkei oder auch als die geheime kurdische Nationalmannschaft benannt worden. Aktuell spielen sie in der dritten türkischen Liga, aber dort haben sie es alles andere als leicht. Von nationalistischen Anfeindungen hinzu ungerechtfertigten Disziplinarmaßnahmen seitens des türkischen Verbands hat das Team aus Diyarbakir stets unter struktureller Repression zu leiden. Andreas vom Sportverein Roter Stern Leipzig und Tim von den Red Aces waren bei uns zu Gast im Studio.

Das zeichnet sich durch systematische Benachteiligung durch Schiedsrichter, aber auch sehr hohe Verbandsstrafen aus. Das heißt, pro Spiel 20.000 - 30.000 Lira Strafen. Immense Summen, die für einen Verein wie Amedspor kaum finanziell stemmbar sind.

Andreas, Sportverein Roter Stern Leipzig

Unterstützung von vielen Seiten

Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, sind sie aktuell auf Solidaritätstour. Diese läuft unter dem Slogan „Geschichten eines Fußballvereins - zwischen kurdischer Identität und türkischer Repression". Die Tour wird von einem breiten Bündnis deutscher Fußballvereine getragen und unterstützt.

Es zieht sich durch wie ein roter Faden, dass durch Spruchbänder, Statements, allein wenn man in den Farben kurdischer Identität auftritt, man ohnehin Probleme hat.

Andreas, Roter Stern

Das Interview zum Nachhören:

Andreas vom Sportverein Roter Stern Leipzig und Tim von den Red Aces im Interview.
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Felix Kolb
29.01.2019 - 17:02
  Sport

Heute Abend macht die Tour hier in Leipzig im UT Connewitz Halt. Dort geht es um 19 Uhr los.