Konzertbericht: Cosmo Sheldrake

Tanzende Sonnenblumen und Improvisation

Cosmo Sheldrake, der Multiinstrumentalist aus London, stellte im Conne Island sein neues Album "The Much Much How How and I" vor und bietet den Zuschauerinnen und Zuschauern einen magischen improvisierten Abend.
Cosmo Sheldrake in Conne Island, Leipzig
Cosmo Sheldrake im Conne Island, Leipzig

Der Abend startete mit der Engländerin Bunty, die mit nur einem Looping Gerät und einem Koffer die Bühne betrat. Als Vorband kann sie nicht bezeichnet werden, da sie so außergewöhnlich war und später, während des Konzerts, auch mit Cosmo auf der Bühne zusammen Musik machte. Somit war sie sozusagen ein zweiter Akt des Abends. Am Anfang ihrer Show sprach sie das Publikum an und sagte, dass das ganze Konzert eine „Improv Show" ist, die zum Teil nicht zuvor geübt wurde und dass das Publikum mit dazu beitragen muss. Das verlieh der Show etwas Persönliches, sodass man sich als Zuschauer sofort als ein Teil der Show fühlte. Wie Mary Poppins zauberte sie auch alle möglichen Gegenstände aus ihrem Koffer und machte mit denen verschiedene Sounds, die dann in das Lied integriert wurden.

Tierische Geschichten

Cosmo Sheldrake kam dann etwas verspätet auf die Bühne. Er wirkte sehr aufgedreht und fing sofort an dem Publikum zu erklären, dass sein erster Song „The Moss" von Tieren handelt. Beim zweiten Song „The Fly" nahm er sich dann mehr Zeit. Er erklärte, was für verschiedene Sounds er aufgenommen hatte, wie zum Beispiel bulgarische Bergziegen, trommeln von einem afrikanischen Stamm und Gesang aus dem Himalaja. Die Sounds hat er dann in seinen Songs verwendet. Der Text im Lied ist ein Gedicht von William Blake, in dem man die Welt aus der Sicht einer Fliege sieht.

Persönlicher Touch

Er erklärte bei einigen Liedern die Entstehung, was sie bedeuten und warum er sie produziert hat. Seine Show fühlte sich sehr persönlich an, weil er uns so viel Einblick in seinen kreativen Kopf gab. Er ließ sich viel Zeit auf der Bühne; das Konzert dauerte länger als drei Stunden. 

Sunflower Session

Zum letzten Lied kamen drei Menschen auf die Bühne, die als riesige Sonnenblumen verkleidet waren. Er holte Bunty noch dazu und die beiden improvisierten zusammen ein paar Lieder. Einer, der als Sonnenblume verkleideten Männer, fragte das Publikum nach irgendeinem Wort welches „Peace" (Frieden) war. Dieses nutzte er für einen spontanen Freestyle Rap während Cosmo und Bunty die Musik dazu machten. Am Ende entstand ein Rap Lied bei dem alle drei Künstler beteiligt waren, welches wirklich ein magisches Ende zu einem wundervollen improvisierten Abend war.

 

 

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