Bundestagswahl 2017

Kleinparteien im Portrait

mephisto 97.6 stellt die Leipziger Direktkandidaten für die Bundestagswahl vor. Diesmal: Die Kandidaten der kleinen Parteien und die partleilosen Direktkandidaten.
Piraten und freie Wähler
Logos Kleinparteien

In Leipzig können auch Direktmandanten von kleineren, etablierten Parteien gewählt werden. Parteien gelten als etabliert, wenn sie seit der letzten Bundestagswahl im Bundestag oder einem Landtag mit mindestens fünf Abgeordneten vertreten sind. In Leipzig stellen die Piraten und die freien Wähler Direktkandidaten auf. Außerdem kandidieren zwei parteilose Direktkandidaten.

mephisto 97.6 Redakteurin Melanie Hagenau stellt die Parteien und die Direktkandidaten vor:

Ein beitrag von Redakteurin Melanie Hagenau.
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Die Piraten

Die Piraten stehen für eine digitale, soziale und liberale Zukunft. Ihr Hauptthema ist die Digitalisierung. Um diese voranzutreiben fordert die Partei unter anderem schnelles und günstiges Internet. Auf diesem Gebiet hätte die Partei das beste Fachwissen, da sie nach eigenen Angaben Experten für Datenschutz und Informationstechnologie hat. Die Piraten fordern zudem eine transparente Politik, die man kontrollieren kann. Um diese beiden Punkte zu verbinden, schlagen sie die Einführung eines digitalen Parlaments vor. Außerdem wollen die Piraten die Privatsphäre besser schützen – online und offline. Im Parteiprogramm findet man darüber hinaus auch Punkte zu den Themen Gesellschaft und Umwelt. So wollen die Piraten beispielsweise das bedingungslose Grundeinkommen einführen und die Energiewende beschleunigen. Außerdem fordern sie, dass das Steuersystem einfacher wird und der Mindestlohn steigen soll. Die Piraten stellen in Leipzig eine Direktkandidatin. Ute Elisabeth Gabelmann tritt im Wahlkreis II an.

Freie Wähler

Die Freien Wähler stehen für eine Politik, die den Bürgerwillen umsetzt. Sie fordern eine solidarische Gesellschaft, in der Respekt vor der Freiheit des Einzelnen stehen soll. Außerdem sollen die Werte der Mehrheitsgesellschaft respektiert werden. Die Wählervereinigung vertritt konservative Werte. Besonders wichtig sind ihnen Sicherheit, Stabilität und Ordnung. Ohne Sitte und Ordnung könne ein politisches System nicht funktionieren. Ihr Ideal für die Gesellschaft ist ein sicheres Leben in Wohlstand. Diesen Wohlstand wollen die freien Wähler durch ehrliche und fleißige Arbeit sichern. Auch die Steuerbelastung der Mittelschicht will die Wählervereinigung reduzieren. Das Thema Heimat spielt im Wahlprogramm der freien Wähler eine große Rolle. Sie gehen davon aus, dass lokal verwurzelte Menschen glückliche Menschen sind. Daher fordern sie starke Regionen und mehr ehrenamtliches Engagement. In der Asylpolitik strebt die Partei eine europäische Lösung an. Sie will außerdem, dass abgelehnte Asylbewerber schneller ausgewiesen werden. Die Freien Wähler kandidieren in beiden Wahlkreisen in Leipzig. Im Leipziger Norden tritt Robert Baier an. Im Süden stellt sich Karsten Kietz zur Wahl.

Parteilose Direktkandidaten

Im Wahlkreis I kandidiert Ralf Detlef Kohl. Er will im Bundestag so abstimmen, wie die Bürger in seinem Wahlkreis es wollen. Die Bürger könnten ihm dies per Internet oder Liste mitteilen. Er sei aber auch bereit dafür selbst die Straßen abzufahren und die Leute zu fragen. Er will dann den Willen der Mehrheit durchsetzen.

Im Wahlkreis II steht Frank Roeder zur Wahl. Er ist parteilos und nennt sich selbst "Der Auserwählte". Er will eine Politik, die auf Fakten, Lebenserfahrung und gesundem Menschenverstand beruht. Er will den ländlichen Raum fördern und lokale Gemeinschaften stärken. Außerdem will Frank Roeder die Sanktionen gegen Russland beenden und die Energiewende sozial verträglich gestalten. Er fordert außerdem mehr direkte Demokratie auf allen Ebenen und Bürgerentscheide über wichtige Themen.

 

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