Klimaschutz

Kinder gegen den Klimawandel

60.000 Euro – so viel Geld investiert der Freistaat Sachsen in sogenannte Klimaschulen. Dabei handelt es sich um zehn ausgewählte Schulen in Sachsen, die das Thema Klimaschutz fest in ihren Unterrichtsinhalten verankern sollen.
2015 haben das sächsische Umwelt- und Kultusministerium das Projekt "Klimaschulen" ins Leben gerufen.
2015 haben das sächsische Umwelt- und Kultusministerium das Projekt "Klimaschulen" ins Leben gerufen.

Leipzig, Louise-Otto-Peters-Schule: Sechs Schülerinnen und Schüler der Klasse fünf stehen aufgeregt vor einem Schnecken-Terrarium. Gemeinsam mit Lehrerin Constanze Schwind machen sie zuerst das Terrarium sauber und füttern dann die Schnecken. Wie jeden Dienstagnachmittag, wenn die AG „Junge Klimologen“ stattfindet.

Mit Schnecken zum Klimaschutz

In der AG untersuchen die Schüler Woche für Woche Pflanzen und Tiere. Das ist aber nur ein Teil des Klimaschule-Projekts: Für die Schüler der achten Klasse kommt dann der naturwissenschaftliche Profilunterricht hinzu. Hier sind in den Lehrplan Themen wie nachwachsende Rohstoffe und Nachhaltigkeit integriert. In der Klimologen-AG werden diese Themen eher spielerisch angegangen.  

Wir sind vor zwei Wochen über die Schnecken rangegangen. Die Tiere sind hier und in freier Natur gibt’s die natürlich auch. Wir müssen irgendwas dafür tun, dass es denen auch gut geht. Dort setzt das Müllthema an. Wir sollten unseren Müll ordentlich trennen und nicht in die Natur werfen, damit es den Tieren gut geht und den nicht fressen.

Costanze Schwind, Lehrerin

„Trennt den Müll!“

Mülltrennung ist für die jungen Klimologen ein wichtiges Thema, denn an der Louise-Otto-Peters-Schule wird bisher noch kein Müll getrennt. Die Klimologen-AG will das ändern. So soll es in den Klassenzimmern statt bisher nur einem Mülleimer bald drei geben. Das ist aber noch nicht bei allen Schülern so angekommen. Deshalb basteln die jungen Klimologen Plakate mit Infos zum Thema Mülltrennung. Die Plakate sollen die Schüler der Louise-Otto-Peters-Schule immer daran erinnern, ihren Müll richtig zu trennen. Lehrerin Constanze Schwind ist guter Dinge:

Es wird so Schritt für Schritt, damit alle wissen, dass wir eine Klimaschule sind. Das mussten wir erst mal einführen. Ich glaube, ab Klasse acht wissen das jetzt auch alle. Die Kleinen wissen's sowieso. Ja, langsam kommt’s ins Rollen würde ich sagen.

Constanze Schwind, Lehrerin

Bei über 400 Schülern ist es nicht einfach, alle mit dem Projekt Klimaschule zu erreichen. Das zeigt auch die AG „Junge Klimologen“: Eigentlich ist sie offen für alle Klassenstufen. Bisher kommt sie aber vor allem bei den jüngeren Schülern gut an.

mephisto 97.6 war in der Louise-Otto-Peters-Schule zu Besuch und hat mit den Schülern gesprochen:

Ein Beitrag von Angela Fischer.
Ein Beitrag von Angela Fischer.

 

 

Kommentare

Kommentieren