Rezension: 'Bad Vibrations'

Keine schlechten Schwingungen

A Day To Remember lassen wieder etwas von sich hören. 'Bad Vibrations' heißt das neue Album der Post-Hardcore-Band. Und kann es überzeugen?
A Day To Remember bringen neues Album 'Bad Vibrations' raus.
A Day To Remember bringen ihr neues Album 'Bad Vibrations' raus.

Das Beste kommt immer zum Schluss – stimmt wohl nicht. A Day To Remember haben die besten Songs gleich auf den Anfang des neuen Albums gesetzt. So startet die Platte mit zwei der vorab veröffentlichten Singleauskopplungen. Interessantes Konzept: Erst das Bekannte, dann das Neue.

'Bad Vibrations' macht den Anfang. Der Song startet mit einem sehr ausdrucksstarken Shouting-Part. Lässt zunächst vermuten, dass sich A Day To Remember vielleicht doch wieder etwas mehr an ihre alten Tage erinnern. Immerhin existiert die Band auch schon seit über zehn Jahren. Vor allem auf ihrem Debutalbum 'And Their Name Was Treason' klingt gesanglich stellenweise noch um einiges growliger.

 

Gut bei Stimme

A Day To Remember würde niemals nach A Day To Remember klingen, wenn da nicht Jeremy McKinnon wäre. Dass ihm das Shouten genauso gut liegt wie das Singen, hat er schon oft bewiesen. Der Wechsel zwischen ruhigen und härteren Parts gelingt auch auf dem neuen Album immer wieder gut. In einigen Songs klingen ein paar hohe Töne an. Es ist nie zu spät, seinen Stimmumfang ein wenig zu erweitern.

Was nicht fehlen darf

Apropos ruhigere Parts: Irgendwo auf dem Album muss doch auch etwas balladenähnliches zu finden sein. Dahingehend haben A Day To Remember ihre Fans noch nie enttäuscht. Und auch wenn man etwas drauf warten muss - als einer der letzten Songs klingt schließlich ‚Forgive And Forget‘ an. Verständlich, dass man beim Thema Vergeben und Vergessen schon mal sentimental werden kann.

Gut komponiert, Watson!

Instrumental orientiert sich die Band stark an ihren alten Alben. Häufige Wechsel von schnellen Gitarrenpattern zu mellodischen Akkordfolgen sind zu finden. Power Corde werden immer wieder gerne verwendet. Anders ist das aber in einem kurzen Gitarrensolo im Song 'Same About You'.

Fazit

'Bad Vibrations' ist nun bereits das sechste Studioalbum der Post Hardcore Band. Und ist ähnlich wie ihre Vorgänger sehr abwechslungsreich – sogar noch einen Ticken mehr als diese. Viele Songs gehören eher dem Hardcore an, andere sind dann schon ganz schön pop-rockig. Häufig wechseln sich diese auf der Platte gut ab. Und auch textlich ist das Album gut durchwachsen – da hätten wir kritische Texte, alltagsnahe Texte und Texte für den einen Hörer, der sich schon immer missverstanden gefühlt hat. Von hart bis nicht so hart ist auf der Platte alles dabei. Vielfältigkeit haben die Jungs damit also bewiesen.

 

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A Day To Remember: Bad Vibrations

Tracklist:

1. Bad Vibrations
2. Paranoia*
3. Naivety
4. Exposed
5. Bullfight*
6. Reassemble
7. Justified
8. We Got This
9. Same About You*
10. Turn Off The Radio
11. Forgive and Forget

12. Negative Space
13. In Florida

 

* Anspieltipps

Erscheinungsdatum: 02.09.2016
Adtr/Epitaph