Lebensqualität

Ist Leipzig eine Kulturstadt für alle?

Ja, behauptet Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke. Trotzdem gibt es Projekte, die da ein wenig nachhelfen. „Kulturleben“ von der VILLA Leipzig zum Beispiel. Das Projekt ermöglicht Menschen mit geringem Einkommen den Zugang zu Kultur.
Gewandhaus
Das Gewandhaus am Augustusplatz

Ein geringes Einkommen – das wird bei Kulturleben durch den Hartz IV Satz definiert. Damit hat das Projekt in Leipzig 6000 potenzielle Gäste. 1000 davon sind bei Kulturleben registriert und bekommen regelmäßig Eintrittskarten für Kulturveranstaltungen vermittelt.

mephisto 97.6 Reporterin Angela Fischer hat den Ehrenamtlichen von Kulturleben mal über die Schulter geguckt:

Ein Beitrag von Angela Fischer.
Ein Beitrag von Angela Fischer.

Wie teuer ist Leipzigs Kultur?

Viele Kultureinrichtungen in Leipzig haben ein eigenes Angebot an Vergünstigungen. So gibt es in einigen Museen den eintrittsfreien Mittwoch und für alle unter 19 Jahren sowieso immer freien Eintritt. Bei anderen Häusern wiederum gibt es Ermäßigungen durch Monats- und Jahresabos oder den Leipzig-Pass. Den können Menschen mit geringem Einkommen bei der Stadt beantragen. Ist Leipzig also eine Kulturstadt für alle?

Also es gibt Kulturangebote für alle sozialen Bedürftigkeiten oder alle sozialen Hintergründe, das würde ich behaupten. Der Umkehrschluss gilt nicht, das gehört zur Ehrlichkeit. Nicht jedes Angebot ist für jeden Geldbeutel erschwinglich.

Skadi Jennicke, Kulturbürgermeisterin

Besonders teuer sind die Angebote von Oper und Gewandhaus. Sie sind zwar günstiger als in Städten wie Berlin oder München. Aber für Leipziger Verhältnisse bleiben sie teuer. Deshalb braucht es Projekte wie Kulturleben, sagt Skadi Jennicke.

 

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