Gesundheit

Impfstoffmangel vor der Grippesaison

Die Grippe sorgt jedes Jahr für Zehntausende von Erkrankungen in Sachsen. Zusätzlich dazu seien dieses Jahr Apotheken im Freistaat von einem Impfstoffmangel betroffen.
Impfen ist bei gefährdeten Kindern (z.B. Asthmatikern) sowie Senioren sehr empfohlen
Impfen ist bei gefährdeten Kindern (z.B. Asthmatikern) sowie Senioren sehr empfohlen

Die Grippegefahr

Winter ist Hochzeit für die Grippe und deshalb nicht ohne Gefahr. Letztes Jahr sind fast 50.000 Menschen in Sachsen an der Grippe erkrankt. Dabei sind auch 176 ums Leben gekommen. Dieses Jahr scheint es aber eine zusätzliche Herausforderung zu geben. Eine Umfrage des sächsischen Apothekerverbands hat aufgezeigt, dass die Apotheken im Freistaat zu wenige Impfdosen hätten.

Da der Verband nicht vorhersagen kann, wie viele Menschen sich noch impfen lassen wollen, sei noch nicht abzusehen, ob der Vorrat reichen wird. Der Standardzeitraum zum Impfen ist schon zwar vorbei, aber Impfen lässt sich trotzdem jederzeit. Wenn sich jetzt also viele Menschen noch impfen lassen wöllten, könnte es ein Problem aufgrund des Impfstoffmangels geben.

Ursachen des Mangels

Zu diesem Mangel kam es, weil lange unbekannt geblieben ist, welcher Impfstoff wirtschaftlich sei und dementsprechend von den Krankenkassen vollumfänglich erstattet wird. Die Ärzte hätten also erst viel später ihre Vorbestellungen getätigt. Auch das Herstellen von Impfdosen gegen die Grippe braucht in etwa ein halbes Jahr, was in diesem Fall heißt, dass viele Bestellungen erst nach der Grippesaison fertig gewesen wären.

Um den Mangel zu beheben, hat das Bundesgesundheitsministerium Apotheken vorgeschlagen, gegebenenfalls Impfstoffe aus anderen EU-Ländern zu importieren. Es biete sich auch an, Impfdosen aus anderen Bundesländern, die einen solchen Mangel nicht hätten, zu importieren.

 

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Daniel Griffioen
26.11.2018 - 17:07