Kulturtagung in Leipzig

Im Osten nichts neues?

Kann kulturelle Bildung das demokratische Zusammenleben stärken? Dieser Frage hat sich eine Fachtagung von Kulturschaffenden in der Leipziger Oper gewidmet.
Leipzig Opernhaus
Oper Leipzig

In der Leipziger Oper fand eine Fachtagung unter dem Titel "Im Osten nichts neues?  - Gesellschaftspolitische Dimensionen Kultureller Bildung in Ost- und Westdeutschland?" statt. Dabei ging es um die Frage, inwiefern kulturelle Bildung das demokratische Zusammenleben stärken kann.

Kulturelle Bildung 

Das Ziel der kulturellen Bildung ist es, mithilfe von Kunst und Kultur, Kindern und Jugendlichen verschiedene Kompetenzen näher zu bringen. Zum Beispiel sollen durch Theater- oder Musikprojekte Kreativität, Selbstbewusstsein und Kommunikationsfähigkeit vermittelt werden. Kinder lernen in der Zusammenarbeit mit anderen auch, wie wichtig Unterschiede sind, denn neue Ideen könne nur durch Austausch und Vielfalt entstehen. Die kulturelle Bildung trägt damit dazu bei, schon von früh auf demokratische Werte zu stärken. Doch wie erreicht man  Kinder und Jugendliche, die mit ganz anderen Wertvorstellungen aufwachsen? Um diese Frage hat sich die Fachtagung gedreht.

Kultur in Ost- und Westdeutschland

Die Tagung machte deutlich, dass unterschiedliche Wertvorstellungen auch in einer Gesellschaft vorhanden sein können. So müsste auch in Ost- und Westdeutschland angesichts der politischen Situation mehr Räume für Austausch geschaffen werden, so die Devise. Ein Ziel der Tagung war es daher, nach unterschiedlichen Herangehensweisen der Kulturarbeit in gesamt Deutschland zu fragen, um im Dialog voneinander zu lernen.  Die Sprecher und Diskussionsteilnehmer waren selbst Kulturschaffende aus ganz Deutschland, die im Rahmen der Tagung ihre Methoden verglichen.

Die Podiumsdiskussion

Um verschiedene Gruppen durch Kulturarbeit zu erreichen, müsse man auf Augenhöhe miteinander sprechen, auch wenn die eigene Lebenswelt sich stark von der anderen unterscheidet. Auch dürfe man die Kulturarbeit nicht instrumentalisieren, um eigene Ideologien aufzuzwingen, denn das Ziel sei es, Menschen die Möglichkeit zu geben sich individuell auszudrücken. Andere behaupteten weiter, dass kulturelle Bildung nicht von der politischen Bildung zu trennen sei. Mithilfe von Kulturarbeit könne man Brücken bauen, so der Intendant Saskia Pavek. Allerdings müsse man sich auch den Grenzen der Kulturarbeit bewusst sein, denn kulturelle Arbeit könne nicht alle politischen Probleme lösen.

 

 

 Den Beitrag zum Nachhören finden Sie hier:

Ein Beitrag von Georgia Dreßler zur Kulturfachtagung in der Oper
Kulturtagung richtig
Kulturbildun 
 

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Kristina Di Bella
25.09.2018 - 19:26
  Kultur