euro-scene 2015

Im Internet tanzen

Demnächst soll "Rosas danst Rosas" nach über 30 Jahren seine letzte Vorstellung haben. Ein Videoprojekt soll die Freude an diesen Klassikern des zeitgenössischen Tanzes weitertragen. Auch in Leipzig ist jetzt ein Video entstanden.
Mit Videoprojekten werden immer mehr Choreografien konserviert, so auch "Rosas danst Rosas".
Mit Videoprojekten werden immer mehr Choreografien konserviert, so auch "Rosas danst Rosas".

Anlass für das Projekt re:rosas war das 30. Jubiläum der Choreographie. Anregung war der Rechtsstreit mit Beyonce. Die Popsängerin nutzte für ihr Video zu "Countdown" Elemente aus der Choreographie von Anne Teresa de Keersmaeker.

Neben dem Gefühl, geistig beraubt worden zu sein, entstand auch die Erkenntnis, dass viele Menschen diese Choreographie nicht nur sehen, sondern auch tanzen wollen.
Auf der Website finden Interessenten eine Anleitung für die Tanzschritte und können nun alleine oder mit Hilfe der Compagnie einen Teil des Remix-Projektes werden.

Thilo Körting berichtet über das Videoprojekt zu "Rosa danst Rosa".
Thilo Körting berichtet über das Videoprojekt zu "Rosa danst Rosa".

Flashmobs in allen Altersklassen

Inzwischen gibt es über 300 Videos aus allen Ländern. Es sind Soli, Duos oder regelrechte Flashmobs. Alle Alterklassen sind bei den Videos vertreten, es tanzen Profi, Laien und Amateure.

Auch in Leipzig waren die meisten erfahrene Hobbytänzer. In einem Workshop hat ihnen Fumiyo Ikeda, eine Tänzerin des Original-Casts, die Bewegungen beigebracht. Am Ende haben sie zwischen Herbstblättern und unter freiem Himmel getanzt, als Gruppe, zur eigenen Freude - und natürlich für die Kamera.

 

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Thilo Körting
06.11.2015 - 16:43
  Kultur