Pferderennsport

Hochkultur nach englischem Vorbild

Als großes Vorbild für die Tradition des Pferderennens gilt international das Vereinigte Königreich. Doch auch in Leipzig macht der Sport einen Teil der Kultur aus. Der Kultstatus entdeckt überraschend viele Aspekte hinter den Kulissen der Rennbahn.
Seit über 150 Jahren werden auf der Rennbahn Scheibenholz Galopprennen veranstaltet.
Seit über 150 Jahren werden auf der Rennbahn Scheibenholz Galopprennen veranstaltet.

Das wohl berühmteste Pferderennen der Welt findet ein Mal jährlich im englischen Ascot statt. Traditionell steht das Rennwochenende unter der Schirmherrschaft des britischen Königshauses. Deshalb genießt es entsprechende mediale Aufmerksamkeit. Vor allem im eigenen Land herrscht ein gewisser Stolz auf die Veranstaltung, die auch international von sich reden macht. Sogar in der Literatur, wie Redakteurin Frauke Siebels recherchiert hat.

Eine Mini-Lesung aus Dick Francis: "Blindflug"
Pferderennen in der Literatur

Auftakt der Rennsaison 2018

Gut einen Monat vor dem 250-jährigen Jubiläum des "Royal Ascot", hat am Ersten Mai die Leipziger Galopprennbahn Scheibenholz feierlich die neue Rennsaison eröffnet. Wegen des Feiertags gab es keine reguläre Kultstatussendung. Einige Redakteur*innen haben somit die Gelegenheit genutzt, den "Aufgalopp" zu besuchen.
Im Kopf hatten sie zunächst Bilder von Männern in schicken Anzügen, die sich bei einer Zigarre über ihre Geschäfte unterhalten, von Frauen, die bunte Sommerkleider und ausgefallene Hüte tragen und über Kunst oder Theater diskutieren. Judith Schneider hat mal geschaut, wie es auf der Rennbahn in Leipzig wirklich zugeht.

Eine Reportage von Judith Schneider
Aufgalopp-Reportage

Wer hat hier den Hut auf?

Nachdem die Perspektive der Jockeys einen ersten Zugang in die Welt des Pferderennsports gegeben hat, lohnt sich der Blick auf weitere Akteure auf der Rennbahn: Die Gäste. Ebenfalls vom Vorbild des monarschistisch geprägten Vereinigten Königreichs inspiriert, beschäftigt sie ein ganz besonderes Kleidungsstück. Von dieser Tradition berichtet Laura Kreuzhage.

Ein Beitrag von Laura Kreuzhage
BmE Huttradition

Geschlechterrollen im Reitsport

Mode, Hüte -Frauen. Rennpferde, -züchter, Reiter -Männer. In vielen Köpfen bestimmen vor allem Klischees das Bild, das Menschen vom Pferdesport haben. Doch woran liegt es, dass eigentlich neutrale Themen häufig -reichlich unreflektiert- mit einem Geschlecht verbunden werden? Wie man(n) damit umgehen kann, verrät Maximilian Enderling.

Ein Kommentar von Maximilian Enderling
Nachdenkerkommentar zum Pferdesport

Wetten, dass...?

Bei allen Geschlechtern gleichermaßen beliebt scheint die Freude am Spiel, vielleicht sogar ein gewisser Reiz am Risiko zu sein: Kein Pferderennen ohne Wetten. Die Pferdewette ist die Haupteinnahmequelle für die Rennvereine. Ohne die Wette gäbe es kein Geld für Siegpreise und somit keine Starter. Der Satz gilt also auch andersrum: Ohne Wetten kein Pferderennen. Auch beim Aufgalopp wurde ordentlich gewettet. Ronja Binus hat sich informieren lassen und den Wettenden auf die Finger geschaut.

BmE Pferdewetten
 

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Der Roman "Blindflug" von Dick Francis ist im Diogenes-Verlag erschienen und hat 288 Seiten.

Internetseite der Leipziger Galopprennbahn Scheibenholz: http://www.scheibenholz.com

Internetseite von "Der Hutladen": http://www.derhutladen.de