#Leipzig2030

Hochglanz statt Brache

Der Leipziger Osten wird immer beliebter. Hier geht noch was, hier findet man noch Freiräume – und hier sind die Mieten noch relativ erschwinglich. Doch wie lange noch? Allmählich wird auch hier Gentrifizierung spürbar.
Brachflächen gibt es jetzt schon nur noch wenige in der Eisenbahnstraße.
Brachflächen gibt es jetzt schon nur noch wenige in der Eisenbahnstraße.

In der Eisenbahnstraße im un- oder teilsanierten Quartier aus der Gründerzeit in Neustadt-Neuschönefeld und Volkmarsdorf leben nicht die Reichen oder die Yuppies, sondern Leute aus einfachen sozialen Verhältnissen. Nach der Wende war das Viertel eine einzige Brachfläche. Noch um die Jahrtausendwende lag die Leerstandquote in Volkmarsdorf bei knapp 80 Prozent. Die Mieten waren billig, das Viertel verrufen. Hier wohnten hauptsächlich einfache Leute, es zogen viele Menschen mit Migrationshintergrund hin. Das zeigt sich auch am Geldbeutel, wie Petra Hochtritt vom Amt für Stadterneuerung erklärt:

Der Leipziger Osten hat fast nur die Hälfte des Durchschnittseinkommens der Gesamtstadt.

Petra Hochtritt, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung

Inzwischen sind der Leipziger Osten und die Eisenbahnstraße schwer im Kommen, wie man so schön sagt. Die Einwohnerschaft hat sich gewandelt. Viele Studierende, Auszubildende und junge Werktätige haben das Bild des Viertels verändert zum hippen Quartier und "verdrängen" nach und nach die ursprüngliche Anwohnerschaft. Dieter Rink vom Helmholtz-Zentrum konkretisiert:

Was wir im Leipziger Osten beobachten können, ist ein Initial- oder Pionierstadium von Gentrifizierung.

Prof. Dieter Rink, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

Neustadt-Neuschönefeld und Volkmarsdorf werden dadurch auch immer interessanter für Investoren aus der Immobilienbranche.

Felix Krause mit einer Bestandaufnahme zur Gentrifizierung im Leipziger Osten:

#Leipzig2030 - Felix Krause über Gentrifizierung im Leipziger Osten
#Leipzig2030 - Felix Krause über Gentrifizierung im Leipziger Osten
 

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