Programm "Perspektive für Flüchtlinge"

Gute Resonanz bei "PerF"

Die Arbeitsagentur verzeichnet erste Erfolge bei der Integration von Geflüchteten in die Arbeitswelt: Seit vergangenem Herbst haben rund 900 Geflüchtete die angebotenen Kurse des Programms "Perspektive für Flüchtlinge" wahrgenommen.
Durch die berufliche Integration der Geflüchteten soll ihr Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Seit Herbst letzten Jahres bietet die Bundesagentur für Arbeit Kurse an, welche den Geflüchteten bei der Integration in die Arbeitswelt helfen sollen. Jetzt zieht die Arbeitsagentur Bilanz. 

Worum geht es?

"Perspektive für Flüchtlinge", kurz PerF, ist ein Programm der Bundesagentur für Arbeit, das Geflüchteten ermöglicht, Fuß in der Arbeitswelt zu fassen. Das Programm dauert zwölf Wochen und beinhaltet ein sechswöchiges Praktikum in einem Betrieb. Daneben werden die Geflüchteten über die Prozesse des Arbeitsmarkts informiert und erhalten nach ihrem Praktikum eine Bewerbungsunterstützung von der Agentur für Arbeit. Zu Beginn des Programms wird in einem Gespräch mit den Geflüchteten herusgefunden, wo die individuellen Fördermöglichkeiten liegen, damit im nächsten Schritt die mangelnden Kompetenzen verbessert werden können. Vor allem Sprachkurse bilden einen festen Bestandteil im Programm. 

Durch "PerF" will die Bundesagentur für Arbeit die Arbeitslosenzahlen unter den Geflüchteten senken. Rund 900 Geflüchtete haben allein in Sachsen an dem Programm teilgenommen. Laut stellvertretendem Agentur-Chef Klaus-Peter Hansen in Chemnitz, sei das ein Erfolg. 

Mit Motivation zum Ziel

Das Autohaus Zimmermann am Lindenauer Markt beschäftigt derzeit im Rahmen von "PerF" zwei Geflüchtete. Geschäftsführer Klaus Zimmermann erklärt, wie Geflüchtete den Einstieg in die Arbeitswelt schaffen können:

Ein erster Schritt ist natürlich ein Praktikum. Natürlich sind sprachliche und fachliche Kompetenzen primäre Voraussetzungen dafür.

Klaus Zimmermann

Wer mit Motivation überzeugt, der wird zur Ausbildung zugelassen. Selbst für Geflüchtete, die noch Nachhilfe in Deutsch brauchen, gibt es diese Chance. Geschäftsführer Klaus Zimmermann sieht einen wertvollen Anreiz in dem Einstiegsqualifizierungsjahr, kurz EQJ oder auch QJ. Er erläutert den Unterschied zur eigentlichen Ausbildung:

Also die konkrete Ausbildung geht ja davon aus, dass er schon in der Schule so viel Grundkenntnisse hat, dass er sofort in das erste Lehrjahr einsteigen kann. Er hat Physikkenntnisse, Mathematikkenntnisse und Chemiekenntnisse. Das QJ Jahr ist dafür geeignet, dass man im Jahr Teilförderunterricht macht.

Klaus Zimmermann

Die Maßnahmen des Arbeitamts schätzt Zimmermann vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen als durchaus effektiv ein.

mephisto 97.6 Redakteurin Frauke Siebels  hat mit Geschäftsführer Klaus Zimmermann über die Chancen des Programms "PerF" gesprochen: 

mephisto 97.6 Redakteurin Frauke Siebels mit Informationen zur Bilanz der Arbeitsagentur
 

 

 

Kommentieren

Sophie Rauch
10.08.2016 - 19:47