Leipziger Verkehrsbetriebe

Grünolino dreht weiter seine Runden

Bis vor kurzem war der Fortbestand des Grünauer Quartierbus ungewiss. Dank neuer Sponsoren ist seine Finanzierung nun für ein weiteres Jahr gesichert.
Grünauer Quartierbus Grünolino

Für die Einwohner Grünaus gehört die Linie 66 zum festen Bestandteil des Nahverkehrs. Seit nun schon sechs Jahren verbindet die auf Grünolino getaufte Linie Wohnkomplexe mit Einkaufszentren und Ärztehäusern in Grünau. Im Stundentakt fährt der kleine Bus kreuz und quer durch den Stadtteil. Durch diese Linienführung ist ein schneller Nahverkehr aber kaum möglich. Denn für die Rundfahrt durch Grünau benötigt der Bus eine Fahrzeit von stolzen 49 Minuten.

Zielgruppe Senioren

Doch schnelle Fahrtzeiten sind für die Zielgruppe der Buslinie auch nicht so wichtig. Grünau ist zwar einer der größten und einwohnerreichsten Stadtteile Leipzigs, hat aber zugleich mit einer starken Überalterung seiner Bevölkerung zu kämpfen. Daher richtet sich das Angebot auch zumeist an ältere Fahrgäste, die den Bus vor allem nutzen, um von den Seniorenresidenzen zum Einkaufen zu gelangen und Arzttermine wahrzunehmen. Durchschnittlich steigen etwa 300 Fahrgäste täglich in den Grünolino ein.

Während Grünau zwar sehr gut an die Innenstadt angebunden ist, mangelte es in der Vergangenheit aber an einer stadtteileigenen Buslinie. Das Grünauer Bürgergremium "Club der Nachdenklichen" schlug daher die Einrichtung einer Buslinie für den Stadtteil vor. Doch weil der Grünolino nicht von der Stadt Leipzig bestellt wird, ist man bei der Finanzierung der Linie vor allem auf private Investoren angewiesen.

Neue Sponsoren sichern Bestehen

Neben den bisherigen Sponsoren haben nun auch die Johanniter-Unfall-Hilfe sowie das Robert-Koch-Klinikum ihre finanzielle Unterstützung für das Projekt zugesichert. Somit ist der Fortbestand der Linie für ein weiteres Jahr gesichert. Damit die Einrichtungen der neuen Sponsoren aber auch an die Buslinie angebunden werden, fährt der Grünolino seit gestern in einer leicht veränderten Route. Eine neue Station ist das Stadtteilprojekt der Johanniter für generationsübergreifendes Wohnen und das Klinikum St. Georg. Das Ärztehaus an der Ringstraße und der Gewerbepark Brünnerstraße werden hingegen nicht mehr angefahren. 

 

Kommentieren

Thomas Tasler
28.03.2017 - 19:34