Gesundheit

Kleine Platte, große Wirkung

Seit zehn Jahren führt Ulf Bühligen am Uniklinikum eine Methode durch, um X-Beine im Kindesalter erfolgreich zu behandeln. Der Eingriff läuft minimal invasiv ab und schränkt die Kinder kaum ein. Wie das funktioniert, erklärt er im Interview.
Knochen mit Eight-Plate
Dank der kleinen Platte am Kniegelenk wachsen die Beine gerade.

Bei kleinen Kindern kommt es häufig vor, dass sie sogenannte X- Beine haben. Sie verwachsen sich häufig, wenn sie älter werden, doch bei 20 Prozent der Kinder bleibt die Fehlstellung. Deshalb wird am Uniklinikum eine besondere Methode angewandt, um die Fehlstellung, deren Ursache im Kniegelenk liegt, zu richten. Dabei platzieren die Medizinerinnen und Mediziner eine kleine Platte namens Eight-Plate auf einer Seite des Kniegelenks der Kinder. Das äztliche Personal bringt sie in der sogenannten Epyphyse, auch Wachstumsfuge genannt, an. So wird verhindert, dass sich diese weiter schließt. Wenn die Kinder dann mit der implantierten Platte weiter wachsen, wachsen die Beine auf diese Art und Weise gerade.

Viele Jahre Erfahrung

Ulf Bühligen, Leiter der Poliklinik, führt mit seinem Team seit zehn Jahren diese Operation erfolgreich am Uniklinikum durch. Jährlich behandeln sie 40 bis 50 Kinder. Redakteurin Charlotte Siemoneit hat mit Ulf Bühligen über diese Methode gesprochen und unter anderem herausgefunden, was sich für Möglichkeiten für die Medizin der Zukunft durch diese Methode noch ergeben.

Der Beitrag zum Nachhören:

Redakteurin Charlotte Siemoneit im Interview mit Ulf Bühligen
X-Beine RI
 

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