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Geschlecht X - Die Queer-Theorie

Auf dem Personalausweis kann man zwischen zwei Geschlechtern wählen. Männlich und Weiblich natürlich. Aber reicht das an Auswahlmöglichkeiten? Das und andere Probleme untersucht die Queer-Theorie. Ob Gender, Sex oder Queer: Hier wird es erklärt.
Geschlecht: X (Janek Kronsteiner)
Geschlecht: X (Janek Kronsteiner)

Männlich? Weiblich? X!

Bald könnte dieser kleine Buchstabe auf einigen Personalausweisen und Führerscheinen stehen. Der US-Bundesstaat Oregon hat das X als dritte Geschlechtskategorie eingeführt. Der Buchstabe steht für alle Menschen, die sich weder als Mann noch als Frau sehen. Darunter fallen auch Inter-Sex-Personen. Natürlich aber auch Menschen, deren Geschlechtsidentität nicht ihrem biologischen Geschlecht entspricht. Dies gilt als großer Erfolg für Gruppen, die sich für diverse Geschlechtsbilder einsetzen.

Menschen, die sich außerhalb des monogamen hetero Spektrums bewegen, nennen sich Queer. Der Name ist ein Sammelbegriff für LGBTIQA - Menschen. Also Menschen, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, intersexuell, asexuell oder eben queer identifizieren. Viele von ihnen versuchen die klassischen Geschlechtsbilder zu dekonstruieren. So auch die Künstlerin Heather Cassils. Für eine Kunstperformance versuchte sie ihren Körper dem eines Mannes anzugleichen. Nur durch Ernährung, Sport und einige Hormone. In einer Umfrage in der Fußgängerzone hatten Viele Schwierigkeiten ihr ein Geschlecht zuzuordnen.

 

Auch in Leipzig setzen sich Menschen für eine neue Perspektive auf die Geschlechtskategorien ein. Die Hochschulgruppe Queerseitig ist eine Anlaufstelle für Queer-Personen an der Universität Leipzig. Sie organisieren regelmäßig offene Treffen und vernetzen sich so mit Menschen, die in ähnliche Erfahrungen machen wie sie. Viele haben eine ganz persönliche Geschlechtsidentität entwickelt.

Es ist so eine Mischung aus Selbsterkenntnis und wie ich Lust habe die zu präsentieren. Nur für mich. Damit ich mich wohl damit fühle.

Vivi von Queerseitig

Queer-Communities kämpfen schon lange für die Anerkennung von mehr als nur den zwei klassischen Geschlechtern. Wissenschaftlich fundiert wird das Ganze von der sogenannten Queer-Theorie. Diese untersucht das Verhältnis zwischen Sex, Gender und sexueller Orientierung.

Wer sich jetzt fragt: Queer? Gender? Inter-Sex? -  Wovon reden die hier genau? Janek Kronsteiner hat sich der Thematik rund um die "Queer-Theorie" einmal angenähert. Hören Sie das Feature "Weiblich, Männlich, X":

Weiblich, Männlich, X (Janek Kronsteiner)

Sprecher:

Taiina Grünzig

Hanna Kormann

Maximilian Enderling

Lucie Herrmann

Marie Jainta

Rebecca Kelber

Johannes Bundemann

Sophie Rauch

und der Autor selbst.

Musik:

Meveric - Knowledge

Mazelo Nostra - Other Dimension (Chill Pill Mix)

Geräusche:

Krisboruff - Picking_Up_TackleBox

speedygonzo - clothespin, C47, picking up

MoniqueKruger - Mascara

differentieel - High Heels on Marbel

Weiblich, Männlich, X
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Janek Kronsteiner
22.06.2017 - 19:34

Hinweis:

Dieses Feature lief in der Themensendung Identität und Geschlecht im Lauschangriff