Designers Open

Geistiges Eigentum schützen

Designer sollten ihr geistiges Eigentum schützen, denn eigene Erfindung heißt nicht gleich, das Recht an der Idee zu haben. Doch wie kann man nun sein geistiges Eigentum schützen? Und vor wem überhaupt?
Dr. Steffi Rau vom Patentinformationszentrum der AGIL Leipzig GmbH weiß, wie Designer ihr geistiges Eigentum schützen können.

„Wer besitzt, der muss gerüstet sein“, als Goethe diese Worte schrieb, hat er wohl nicht an den Schutz geistigen Eigentums gedacht. Dennoch passt sein Gedanke. Designer sollten gerüstet sein, wenn sie eine Idee, ein Produkt oder ein Design auf den Markt bringen wollen.

Was ist das eigentlich?

Hinter dem Begriff des geistigen Eigentums verbergen sich zweierlei Dinge. Zum einen meint er die Schöpfung des Geistes, zum Beispiel Erfindungen, Literatur oder Designs. Zum anderen steht geistiges Eigentum für die Rechte, die der Erfinder, Autor oder auch Designer an seiner Idee hat.

Diese Rechte hat ein Designer nicht automatisch, er muss seine Idee, sein Produkt oder seine Marke anmelden. Nur so könne er sein geistiges Eigentum vor Nachahmern und Kopierern schützen, sagt Dr. Steffi Rau vom Patentinformationszentrum der AGIL Leipzig GmbH.

Und wie kann man das schützen?

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann der Künstler das Markenrecht nutzen und seine Erfindung damit schützen - das können Wörter, Farben oder Zahlen sein. Sogar Gerüche und Geräusche können mit dem Markenrecht geschützt werden. Das alles ist in verschiedene Gesetzen geregelt und kann daher auch eingeklagt werden.

Hier gilt, wie so oft im Leben: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Das heißt, wenn zwei Erfinder zur selben Zeit ähnliche Ideen haben, dann hat gehört demjenigen das Design oder die Idee, der zuerst angemeldet hat.

Und was bringt das?

In einer freien Marktwirtschaft haben Patente in der Regel nur Vorteile für ein Unternehmen - ihm entstehen zwar auch Kosten, aber umgekehrt können auch die kleinsten Regelverstöße verfolgt und die Markenpiraten zur Rechenschaft gezogen werden. Aber Vorsicht: Bereits auf dem Markt erschienene Produkte und Erfindungen können im Nachhinein nicht mehr für ein Patent angemeldet werden.

Ein Beitrag von Luise Binder über den Schutz des geistigen Eigentums von Designern.
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