G2 Kunsthalle

Gegenwartskunst von Leipziger Künstlern

In Leipzig gibt es zahlreiche Museen, Galerien und Ausstellungsräume. Seit März dieses Jahres gibt es eine weitere Anlaufstelle für Kunstinteressierte. Die G2 Kunsthalle am Dittrichring. Hier hängt Gegenwartskunst von Leipziger Künstlern.
Ausstellungsansicht G2 Kunsthalle mit Werken von Paule Hammer, “Geträumte Weltkarte" (2010/13) und “Unterwegs” (2006, re.) court
Ausstellungsansicht G2 Kunsthalle mit Werken von Paule Hammer, "Geträumte Weltkarte" (2010/13) und "Unterwegs" (2006, re.).

Der Beitrag "Gegenwartskunst von Leipziger Künstlern" von Klara Herrmann zum anhören: 

"Gegenwartskunst von Leipziger Künstlern" – Ein Beitrag von Klara Herrmann
 

Das G2 ist aber keine öffentliche Institution, wie beispielsweise ein Museum, sondern die Kunsthalle ist privat organisiert und finanziert. Der Immobilienunternehmer und Privatsammler Steffen Hildebrand hat dieses Projekt initiiert.

Neue Kunst in alten Räumen

In einem ehemaligen Industriegebäude, das zum 40. Jahrestag der DDR eingeweiht und als Datenverarbeitungszentrum genutzt werden sollte – dazu kam es nie – sind Teile der Sammlung Hildebrand zu sehen. Das Gebäude eignet sich ideal für eine Kunstausstellung. So bestechen die zentrale Lage, die hohen Decken, die Tragkraft sowie die Flexibilität der Wände. Denn aufgrund der Skelettbauweise des Gebäudes konnte der Privatsammler bei der Gestaltung der Ausstellungsfläche mitwirken und die Räume nach den Bedürfnissen einer Kunsthalle formen. So verbirgt sich hinter der etwas eng anmutenden Fassade des Industriebaus eine große, helle Kunsthalle.

Sammlung Hildebrand

Im G2 wird zeitgenössische Kunst ausgestellt. Die Eröffnungsausstellung zeigt noch bis zum 11. Oktober ausgewählte Werke aus der Sammlung Hildebrand. Sie spiegelt die Sammel- und Kunstleidenschaft von Steffen Hildebrand wieder. Seine Sammlung zur zeitgenössischen Kunst ist die einzige in dieser Art und Größe, die sich in den neuen Bundesländern öffentlich macht. So bietet die G2 Kunsthalle die Möglichkeit einen Einblick in die Leipziger Gegenwartsmalerei zu erhaschen. Die Leiterin des G2, Anka Ziefer fände es auch schade, wenn die Werke eingelagert werden müssten und dem Publikum nicht gezeigt würden:

„Kunst ist dazu da, gesehen zu werden!“

Anka Ziefer, Leiterin der G2 Kunsthalle

Die Mischung macht's

In der Eröffnungsausstellungen sind 51 Gemälde zu bestaunen. Nicht nur international renommierte Künstler wie Neo Rauch, sondern auch junge unbekanntere Maler sind hier ausgestellt. Die Mischung macht´s. Alle in der Ausstellung präsentierten Arbeiten sind nach dem Jahr 2000 entstanden, sie sind also noch keine 15 Jahre alt. Außerdem haben die Künstler alle an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert. Laut Anka Ziefer war das ein Kriterium für die Zusammenstellung dieser Ausstellung. Jedoch hat sie drei Ausnahmen gemacht, um wie sie sagt Schlaglichter zu setzen und den Kontext zu erweitern, um eine Art Fenster oder Türchen zu öffnen, zu dem was sonst noch möglich ist.

Spezielles Format

Studenten der Kunstgeschichte oder die Leiterin selbst führen von Donnerstag bis Montag durch die Ausstellung. Für einen solchen geführten Rundgang muss man sich über das Internet anmelden. Wenn man ohne Voranmeldung die G2 Kunsthalle besuchen möchte kann man mittwochs kommen. Jeden Mittwoch von 15-20 Uhr ist das G2 für Besucher offen. Neben den Führungen werden auch Sonderveranstaltungen angeboten. Bei speziellen Formaten, wie beispielsweise einem Künstlergespräch stehen die Künstler für Fragen der Besucher offen.

 

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Klara Herrmann
17.08.2015 - 14:36
  Kultur