Anschlag auf Polizeirevier

"Gegen Staat, Bullen und Repression"

In der Nacht vom 30. auf den 31. Juli verübten Unbekannte einen Anschlag auf das Polizeirevier in der Weißenfelser Straße. In einem Bekennerschreiben äußern sich die Täter solidarisch mit linken Aktivisten und Demonstranten zum G20 Gipfel.
Das Polizeirevier in der Weißenfelser Straße

Unbekannte haben in der Nacht zum Montag einen Farbanschlag auf das Polizeirevier in der Weißenfelser Straße verübt.

Laut Mitteilung der Polizei beobachteten Zeugen kurz vor zwei Uhr morgens dunkel gekleidete Personen vor dem Polizeirevier. Diese beschädigten innerhalb weniger Minuten die Fenster des Gebäudes, das Polizeischild und die Klingelanlage. Außerdem wurde die Fassade großflächig mit schwarzer Teerfarbe beschmiert. Der Sachschaden liege laut Polizei im fünfstelligen Bereich. Zwar waren die ersten Beamten schnell zu Stelle, die Täter konnten jedoch entkommen. 

Bekennerschreiben

In der Nacht zum Montag haben wir das Bullenrevier Südwest in der Weißenfelser Straße angegriffen.

Einen Tag nach dem Anschlag auf das Polizeirevier ist auf dem linken Szeneportal Indymedia ein Bekennerschreiben aufgetaucht. „Wir haben an dem Gebäude die Fenster aus Sicherheitsglas, ein Polizeischild und die Gegensprechanlage mit Hämmern beschädigt und es mit einer schwarzen Substanz besprüht. Wir setzen mit dieser Aktion ein Zeichen gegen Staat, Bullen und Repression.“

Solidarität

Die Aktion sei Ausdruck der Solidarität „mit allen unseren Freund*innen, die im Rahmen des G20 Gipfels von den Bullen schikaniert, verletzt, inhaftiert oder anderweitig mit Repression überzogen wurden“.

Außerdem zeigen sich die Bekenner solidarisch mit dem autonomen Freiraum "Black Triangle": Den Besetzern stünde die Räumung bevor, Verhandlungen mit dem Bestizer, der Deutschen Bahn AG, seien im Sande verlaufen. Beim Bundesgerichtshof liege eine Klage der Deutschen Bahn AG vor.

Die Zeiten stehen also auf Sturm. Doch wer die Konfrontation mit uns sucht, der verspekuliert sich.

Unmissverständlich wird im Bekennerschreiben zu Sachschädigung aufgerufen. Die Polizei hält das Schreiben für authentisch. Da von einem politischem Hintergrund des Anschlags auszugehen sei, habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Redakteurin Marisa Becker im Studiogespräch mit Moderatorin Helena Schmidt über den Anschlag und das Bekennerschreiben:

Redakteurin Marisa Becker im Gespräch mit Moderatorin Helena Schmidt über den Anschlag auf das Polizeirevier und das Bekennerschreiben
 
 

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Paula Kittelmann
02.08.2017 - 19:08