Säkulare Tage Leipzig

Gegen den Rest

Allgemein großer Aufwand zu den 100. Katholikentagen in Leipzig. Sind Staat und Kirche doch noch stärker verbunden als gedacht? Die Antwort der Gegner und Kritiker: Säkulare Tage!
Michael Schmidt-Salomon: Braucht der heutige Mensch noch Religion?
Michael Schmidt-Salomon fragt: Braucht der heutige Mensch noch Religion?

Er ist einer der einflussreichsten deutschen Philosophen, Schriftsteller und Kulturkritiker der Gegenwart: Michael Schmidt-Salomon. Als Mitbegründer und Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung setzt er sich für einen evolutionären Humanismus mit naturalistischer Ausrichtung ein. Neben zahlreichen Veröffentlichungen, wie seinem Hauptwerk „Manifest des evolutionären Humanismus“, ist er der Öffentlichkeit auch durch medienwirksame Aktionen und Kampagnen bekannt geworden. So etwa am Weltjugendtag der Katholischen Kirche 2005 in Köln.

Trennung von Staat und Kirche

Anlässlich der 100. Katholikentage in Leipzig organisiert die Regionalgruppe der Giordano-Bruno-Stiftung die sogenannten Säkularen Tage. Diese sollen als Gegenveranstaltung verstanden werden. Das Motto lautet „Trennt endlich Staat und Kirche“. Zum Auftakt hielt Michael Schmidt-Salomon am Mittwochabend einen Vortrag unter dem Titel „Braucht der heutige Mensch noch Religion?“. Er plädierte für einen kritischeren Umgang mit Religionen und forderte, den Wahrheitsanspruch religiöser Ansichten stärker zu diskutieren. Insbesondere am Beispiel der Leipziger Katholikentage 2016 wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Säkularisierung und Trennung von Staat und Kirche noch nicht ausreichend durchgeführt wurden.

mephisto 97.6-Redakteurin Lara Spät hat mit Michael Schmidt-Salomon gesprochen.
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Lara Spät
26.05.2016 - 11:16

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