Naturfotografie

Geduld haben lohnt sich

Um aufregende Tierfotografien zu machen, muss man nicht zwangsläufig in ferne Länder reisen. Auch direkt vor der Haustür gibt es eine breite Auswahl an Motiven. Nur wie findet man die besten und setzt sie dann auch noch gut in Szene?
Fotografieren
Fotograf Fabian Haas bei der Arbeit

Gerade jetzt im Frühling lockt das Wetter viele Hobbyfotografen in die freie Natur. Worauf es zu achten gilt, um ein paar gute Aufnahmen zu bekommen, weiß Fabian Haas. Der Biologe und Fotograf hat selbst schon viele Erfahrungen gesammelt, unter anderem während eines mehrjährigen Aufenthalts in Kenia. Dieses Wissen gibt er nun im Rahmen von Workshops an Interessierte weiter.

Groß ist nicht immer besser

"Sie brauchen nicht für alles große, riesige Kameras", so Haas. Häufig stehe auch einfach der praktische Aspekt im Vordergrund. Zudem werden die wenigsten Fotos tatsächlich in so großen Abzügen entwickelt, dass die hohe Pixelanzahl nötig sei, so der Fotograf. Doch egal welches Modell, manche technischen Details lassen sich leicht berücksichtigen. So ist es etwa am besten, mit einer geringen ISO-Zahl (gibt die Lichtempfindlichkeit an) zu fotografieren. Außerdem empfiehlt Haas, das Motiv vom Hintergrund abzuheben, indem man die Brennweite entsprechend länger einstellt.

Geduld ist das A und O

Aber nicht allein die Technik sei ausschlaggebend für ein gutes Bild, so Haas. Er nennt einen gewissen Seltenheitswert, witzige Augenblicke und eine schöne Komposition als Kriterien. Um die zu bekommen, zählt aber vor allem eines: Geduld und Konzentration. Denn wenn sich dann ein schönes Motiv ergibt, heißt es schnell zu reagieren und trotzdem die Nerven zu behalten.

 

Luchs
Der Luchs im Leipziger Wildpark

Viele Bilder schießen und dann sortieren

Um ein möglichst gutes Ergebnis zu bekommen, rät Fabian Haas dazu, möglichst viele Bilder zu machen. Schließlich gibt es die Möglichkeit, bequem am Computer auszusortieren. In der folgenden Nachbearbeitung sei das Zuschneiden die wichtigste Funktion. Durch den passenden Ausschnitt könne ein Bild an Spannung gewinnen und mancher Fehler korrigiert werden.

 

Reporterin Anna Vogel war beim Fotoseminar dabei.
Foto anna
 

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