Theodor Mommsen

Gedenken an Literaturnobelpreisträger

Anlässlich des 200. Geburtstages von Theodor Mommsen enthüllte die Stadt Leipzig heute eine Gedenktafel im Leipziger Osten. Mommsen war eine wichtige Persönlichkeit für die Stadt.
Gedenktafel in der Chopinstraße 13

Heute wurde im Leipziger Zentrum-Ost eine Gedenktafel für den deutschen Literaturnobelpreisträger Theodor Mommsen enthüllt. In der Chopinstraße 13, wo Mommsen gut drei Jahre lang lebte, wurde gegen 11 Uhr die Tafel von Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke und Professor Manfred Rudersdorf, Dekan an der Fakultät für Geschichte, Kunst und Orientwissenschaft, eingeweiht. Der Jurist Dr. Sebastian Schermaul sprach bei der Enthüllung über Mommsen und seine Zeit in Leipzig. Grußworte folgten von der Stadt und Universität, die die Tafel gemeinsam finanziert haben.

Mommsens Wirken in Leipzig

Mommsen wurde am 30. November 1817 in Garding, Schleswig geboren und studierte Rechtswissenschaft und Philologie in Kiel. Nach seinem Studium arbeitete er als Journalist und vertrat dabei entschlossen seine liberalen Überzeugungen. 1848 zog es Mommsen nach Leipzig, wo er als Professor für römische Rechtswissenschaft an der Juristenfakultät der Universität unterrichtete. Er wirkte hier nur drei Jahre, hinterließ aber Spuren. Mit seinen Kollegen Moritz Haupt und Otto Jahn war Mommsen, neben seiner Professur, auch politisch aktiv. Wegen ihrer Beteiligung am sächsischen Maiaufstand 1849 wurden die drei angeklagt. Später wurden sie aus dem Hochschuldienst entlassen.

Mommsen begann sein Hauptwerk „Römische Geschichte“ bereits während seiner Zeit in Leipzig. Es zählt bis heute zu den Meisterwerken der Geschichtsschreibung. 1902 wurde er damit als erster Deutscher für den Literaturnobelpreis geehrt. Ein Jahr später verstarb Mommsen. Seine Werke sind für die heutige Forschung noch von grundlegender Bedeutung.

Kurze Informationen zum Nachhören gibt es hier:

Ein Beitrag über Theodor Mommsen von David Seeberg
3011 Aufsager Mommsen
 

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Theresa Willkomm
30.11.2017 - 20:06
  Kultur