Tag der Menschen mit Behinderung

Für ein besseres Zusammenleben

Der 3. Dezember ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderung: Während in Sachsen die Auszahlungen für Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung deutlich steigen, wird zudem der diesjährige Inklusionspreis verliehen.
Der 3. Dezember ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderung
Der 3. Dezember ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderung

In Deutschland nimmt die Zahl der Menschen mit Behinderung stets zu. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Bevölkerung immer älter wird. Das stellt die Herausforderung dar, das Zusammenleben zwischen Menschen mit und ohne Behinderung besser zu gestalten. Dabei helfen nicht nur der Wohlfahrtsstaat, sondern auch Initiativen, Vereine und Organisationen.

Ein größeres Anliegen

In Sachsen gab es 2017 mehr als 400.000 Menschen mit einem gültigen Schwerbehindertenausweis. Das ist fast vier Prozent mehr als bei der letzten Erhebung. Insgesamt heißt das, dass jeder zehnte Mensch aus Sachsen eine Schwerbehinderung hat, ab 65 Jahren ist es fast jeder vierte. Knapp mehr als die Hälfte der Ausweise sind für Frauen ausgestellt worden, aber trotzdem sind die bevölkerungsbezogenen Schwerbehindertenquoten bei den Männern höher als bei den Frauen.

Damit zusammenhängend ist auch die Höhe der Eingliederungshilfe von Menschen mit Behinderung gestiegen. Dafür wurden im vergangenen Jahr 614 Millionen Euro ausgegeben, was gut sechs Prozent mehr als im Jahr davor ist. Das Geld ist vor allem als Hilfe zum Wohnen und als Hilfe in Werkstätten gedacht. Damit wird zum Beispiel selbstbestimmtes Wohnen in betreuten Wohnmöglichkeiten, heilpädagogische Leistungen, Schulbildung und medizinische Rehabilitation für Menschen mit Behinderung finanziert.

Inklusionspreis 2018

Der Inklusionspreis wird vom Behindertenbeauftragten der sächsischen Staatsregierung verliehen und soll Initiativen auszeichnen, die das gemeinsame Leben zwischen Menschen mit und ohne Behinderung verbessern. Es ginge laut Stephan Pöhler, dem Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen, darum, den Weg in eine Gesellschaft zu verdeutlichen, wo sie gemeinsam leben, lernen, wohnen und arbeiten können. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 1.000 Euro dotiert.

Dieses Jahr haben sich 28 Initiativen, Vereine und Organisationen um den Preis beworben. Dabei wurde die Elterninitiative "Unmöglich. Aber machbar" ausgezeichnet, die Unterricht für blinde Kinder organisiert. Auch der Verein "Jetzt entscheide ich", der Rollstühle transportiert, und das Projekt "Traumkonzert", bei dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammen musizieren können, wurden ausgezeichnet.

 

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Daniel Griffioen
03.12.2018 - 13:26