BMW

Friedhof für Altbatterien

BMW hat eine sogenannte Speicherfarm in Betrieb genommen. Diese besteht aus wiederverwerteten Batterien von i3-Fahrzeugen und soll nicht verwendeten Strom künftig speichern.
Noch ein Erfolg: 100.000 i3-Elektroautos wurden produziert.

Die Altbatterien von ehemaligen Elektroautos sollen in Zukunft genutzt werden, um die Stromversorgung des BMW-Werkes zu verbessern. Dabei sollen die Batterien Strom speichern, der von den Windrädern auf dem Gelände erzeugt wurde. Die Speicherfarm wurde am Donnerstag vom BMW-Chef Harald Krüger, dem Projektleiter Joachim Kolling, dem Werkleiter Hans-Peter Kemser und Sachsens scheidendem Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich in Betrieb genommen.

Halbe Stunde kann überbrückt werden

Mithilfe der Speicherfarm kann der Strom für das ganze Werk im Notfall 30 Minuten aufrecht gehalten werden. Außerdem soll bei sehr hoher Produktionslast Energie ins Netz eingespeist werden, damit der Stromverbrauch optimiert werden kann. Zusätzlich gäbe es noch einen weiteren Vorteil:

Wenn das Werk nicht den ganzen Strom aufnehmen kann, dann können wir die Energie speichern, sodass in dem Moment, wenn der Wind später nicht mehr bläst, wir die Energie wieder in die Produktion abgeben.

Joachim Kolling, Projektleiter

Joachim Kolling ist der Meinung, dass dadurch nicht nur Energie, sondern auch der CO2-Ausstoß minimiert werden kann. Wie viel genau eingespart werden kann, ist jedoch nicht bekannt.

Erweiterung des Werks und der Farm

Zehn Jahre lang können die aktuellen Batterien genutzt werden. Während dieser Zeit soll die Speicherfarm jedoch ausgebaut werden.
Bis 2020 soll das gesamte Werk erweitert werden: Bis 2025 sollen 25 weitere Elektromodelle auf den Markt gebracht werden.

Das Werk Leipzig ist für uns ein ganz wichtiges, weil das Kompetenz- und Standort-Zentrum für die Elektromobilität hier ist. Wir haben mit dem i3 und dem i8 auch natürlich viel Knowhow.

Harald Krüger, BMW-Vorstand 

Den Beitrag zum Nachhören finden Sie hier:

Ein Beitrag von Steffen Voigt
 
 

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Pia Ebeling
26.10.2017 - 19:51