Erinnerungskultur

Freiheitsstatue für Leipzig

Der SPD-Bundestagskandidat Jens Katzek will zum Gedenken an die Friedliche Revolution von 1989 ein Denkmal in Anlehnung an die New Yorker Statue of Liberty bauen lassen. Ein verfrühter Aprilscherz? Das denkt zumindest die Leipziger Partei Die Linke.
"Statue of Liberty" in New York
„Statue of Liberty" in New York

Ein Symbol der Freiheit

Die Statue nach New Yorker Vorbild ist für den 53- jährigen Wahlleipziger Jens Katzek das passende Symbol für die Ereignisse der Friedlichen Revolution, die 1989 in Leipzig begannen.

Dieses Denkmal mit seiner besonderen Ausstrahlung, der Geschichte und dem Hintergrund steht für einen unbändigen Drang nach Freiheit.

 

Jens Katzek gegenüber der LVZ

Der friedliche Widerstand Leipziger Bürger und Bürgerinnen 1989 ist eines der Schlüsselereignisse, das zur Öffnung der innerdeutschen Grenze und schließlich zur Wiedervereinigung führte.

Diskussionen um ein Denkmal

Die Idee, den Akteuren der Friedlichen Revolution ein Denkmal zu widmen, ist nicht neu. Seit zehn Jahren wird bereits über Form und Standort eines Einheitsdenkmals diskutiert. So stand beispielsweise schon der Wilhelm-Leuschner-Platz als Standort zur Debatte. Was die Größe und den genauen Standort angehe, habe Katzek noch keine konkreten Ideen, man könne jedoch „groß denken”, erklärt er der LVZ. Er fände es außerdem schön, wenn eine Fackel dabei wäre. Inspiration für das Denkmal ist für Katzek nicht nur die Freiheitsstatue, sondern auch das Leipziger Völkerschlachtdenkmal. Dies zählt mit 91 Meter Höhe zu den größten Denkmälern Europas.

Aprilscherz oder ernsthafter Vorschlag?

Die Leipziger Partei Die Linke deutet den Vorschlag Katzeks als unangebrachten Aprilscherz und fordert stattdessen einen Bürgerentscheid, ob die Stadt Leipzig ein Freiheits- und Einheitsdenkmal bekommen soll.

Den Vorschlag des Leipziger SPD-Bundestagskandidaten Jens Katzek [...] kann ich nur als verfrühten, allerdings gründlich misslungenen Aprilscherz deuten. Die wieder aufgeflammte Denkmalsdebatte ist zu ernst, um sie durch gigantomanische Phantastereien zu diskreditieren.

Sören Pellmann, Fraktionsvorsitzender Die Linke im Stadtrat Leipzig

Die Bundestagswahl im September 2017 mit einer voraussichtlich relativ hohen Wahlbeteiligung bietet für Die Linke einen passenden Anlass, um einen Bürgerentscheid durchzuführen.

 

Hier gibt es das Interview von mephisto97.6 Redakteurin Raphaela Fietta mit Jens Katzek zum Nachhören:  

Das Interview von Raphaela Fietta mit Jens Katzek
 

 

 

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Lara-Lena Gödde
31.03.2017 - 19:26
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