Flüchtlingsunterkünfte

Frauen kämpfen für Frauen

Mit einer Demonstrationstour durch ganz Deutschland will Women in Exile auf die Lebensbedingungen von weiblichen Geflüchteten aufmerksam machen.
Der Demonstrationszug von Women in Exile
Der Demonstrationszug von Women in Exile

Sie sprechen lieber von Lagern als von Flüchtlingsunterkünften - alles andere würde die Situation nur beschönigen. Für das Organisatorinnenteam hinter Women in Exile gehören Massenunterkünfte abgeschafft. Nur indivuelle Wohnungen würden ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Gerade Frauen müssten unter den Lebensbedingungen in den Unterkünften leiden. Das fängt mit der Privatsphäre beim Duschen an und geht bis zur Kinderbetreuung. Belästigungen seien eine Regelmäßigkeit, am sozialen Leben teilnehmen nahezu unmöglich. Bei den allgemeinen Diskussionen über und unter Flüchtlingen würden diese Themen oft untergehen.

Unterstützung und Vernetzung

Women in Exile will zu mehr Solidarität unter den Frauen beitragen. Aktuelles Mittel dafür: eine Demonstrationstour durch Deutschland. Geplante Stopps sind unter anderem Berlin, Hamburg, Nünberg. Auch Leipzig steht auf dem Tourplan: Am Donnerstag zog Women in Exile mit knapp 100 UnterstützerInnen vom Alten Messegelände zum Wilhelm-Leuschner-Platz - auch vorbei an zwei Flüchtlingsunterkünften. Die Organisatorinnen wollen dazu beitragen, dass sich die Frauen besser untereinander vernetzen und auch unterstützen. Hilfsangebote von staatlicher Seite würden in der Regel fehlen.

mephisto 97.6 Redakteur Markus Lücker hat den Leipziger Demonstrationszug von Women in Exile begleitet:

Markus Lücker über den Demonstrationszug von Women in Exile
Women in Exile

 

 

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Markus Lücker
29.07.2016 - 13:06