Konzertbericht

"Find the Right Place"

Das Duo Arms&Sleepers aus Portland, Oregon fand sich am 15.05. im Kellergewölbe der Moritzbastei ein. Dort spielten sie eine knappe Stunde lang ein Set aus alten und neuen Songs, unterlegt durch künstlerische Projektionen.
Arms and Sleepers live
Arms & Sleepers vor dem Wort "OK"

Passend zu den Lyrics des ersten Songs wird immer wieder in einzelnen Teilen "It was us" hinter die Band projiziert. Der gleichnamige Songs ist vom neuesten Album der Band, das den Titel "Find the Right Place" trägt. 

Show

Der Konzertsaal der Moritzbastei ist eher mäßig gefüllt an diesem verregneten Dienstag Abend. Die etwa 30 Anwesenden verteilen sich auf die Sitzplätze und Stehfläche und überwiegend wird im Takt der Musik ein bisschen gewippt. Mit einer begeisterten Ausnahme, die den Platz ausnutzt um zu tanzen. So kann man eben alles positiv sehen, und auch wenn durch das eher kleine Publikum vielleicht weniger Stimmung aufkommt, als man es sich erwartet hätte, füllt die Musik den übrigbleibenden Raum.

Arms&Sleepers machen Musik, die durchaus dazu einläd, mal die Augen zu schließen. Gleichzeitig möchte man eigentlich nichts von den Projektionen verpassen. Die wechseln von Schriftzügen zu Comic-haften, kleinen Filmen und zwischenzeitlich zu bunten Blöcken. Zum Abschluss der Show kehren sie zu Schriftzügen zurück. 

Die Musiker vor einem Comic Hintergrund
 

Set

Die drei Musiker variieren Songs ihrer verschiedenen Alben und passen die Songs des neuen Albums an die Situation an, dass die Künstler*innen, die ihnen dort ihren Gesang geliehen haben, auf dieser Tour nicht dabei sein können. Insgesamt wirkt die Musik in diesem Setting weniger wie Hip Hop Beats und teilweise schon fast wie Post-Rock. Das passt wunderbar in die Atmosphäre der Location. Der Wechsel aus neuen und alten Songs stört dabei auch keineswegs – das Set wirkt in sich sehr stimmig und nimmt den Hörer durch die gesamte Show mit.

Fazit

Ein bisschen schade ist es schon, dass die Musiker nur eine knappe Stunde spielen. Im Gegensatz dazu, sollte die geringe Besucherzahl nicht zu negativ bewertet werden, denn dadurch konnte man in den Genuß einer entspannten und privaten Konzertdarbietung kommen. Es war zwar dadurch alles etwas verhaltener, auf eine gewisse Art und Weise passt das aber auch sehr gut zur Musik und den teilweise eher Ernst anmutenden Projektionen. Die waren übrigens ein persönliches Highlight für mich.

Die Musiker zum Ende der Show auf der Bühne
 
 

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