Bundestagswahl

FDP-Direktkandidat Marcus Viefeld

mephisto 97.6 stellt die Leipziger Direktkandidaten für die Bundestagswahl vor. Diesmal: Marcus Viefeld. Er kandidiert für die FDP im Wahlbezirk Leipzig-Nord. Wir haben mit ihm gesprochen.
Freiberufler und Webentwickler Marcus Viefeld (FDP)
Marcus Viefeld (FDP) tritt im Wahlkreis I Leipzig an.

In seiner Mittagspause kommt der FDP-Politiker Marcus Viefeld in die mephisto 97.6 Redaktion. Viel Zeit hat er als freiberuflicher Webentwickler nicht. Doch er nimmt sie sich. Der 42-Jährige mit Glatze trägt ein türkises Poloshirt und Jeans. Marcus Viefeld wirkt jung geblieben, interessiert. Menschen wie er sind auch Zielgruppe seines Wahlkampfs als FDP-Direktkandidat für die Bundestagswahl.

Ein "liberaler Überzeugungstäter"

Als Politiker selbst beschreibt sich Marcus Viefeld nur ungern. Auf seiner Website nennt er sich einen 'Liberalen Überzeugungstäter'. Seine wichtigsten Überzeugungen sind: Selbstbestimmung, Freiheit und ein liberales Weltbild. Einer Bevormundung der Bürger durch den Staat stellt er sich entgegen. Er fordert, dass sich der Staat möglichst aus dem Leben der Menschen heraus hält.

Ich habe das Gefühl, dass viele andere politische Debatten daraus immer darauf hinauslaufen: Oh wir müssen den Menschen schützen, vor sich selber am besten. Das erinnert mich dann immer so n bisschen an die gute Nanny, also n Kindermädchen.

Durch das Internet zur Politik

Politisch aktiv ist Marcus Viefeld bei der FDP schon seit rund 15 Jahren. Seit Anfang der 2000er Jahre engagiert er sich beim Leipziger Kreisverband und bei den Jungen Liberalen. Später wird er Mitglied des Landesvorstandes, seit zwei Jahren ist er Kreisvorsitzender der FDP in Leipzig. Eine prägende Erfahrung war für den gebürtigen Berliner die Wendezeit. Zur Politik gekommen ist Marcus Viefeld am Ende über eine Online-Politik-Simulation: Darin wurde er zum sogenannten „Internet-Kanzler“ gewählt.

Heute ist sein wichtigstes Thema, auch berufsbedingt, die Digitalisierung. Als Webentwickler setzt er sich vor allem für ein freies Internet ein, gegen Vorratsdatenspeicherung und für die Förderung digitaler Geschäftsmodelle. Im Bundestag würde er sich gern als Vorreiter einer digitalen Netz- und Unternehmenskultur engagieren.

Ich würde gerne im Bundestag dafür kämpfen, dass die Generation der Digital Natives, zu denen ich ja dazugehöre, dort eine Stimme haben.

Politik als Ausgleich

Dass Marcus Viefeld aber tatsächlich in den Bundestag einzieht, glaubt er selbst nicht. Als Direktkandidat der FDP ist der Einzug unwahrscheinlich, auf der sächsischen Landesliste der FDP ist er auf Platz 10. Dem jungen Familienvater kommt das aber sogar ganz recht. Zwar wolle er eine andere Politik in Deutschland sehen. Allerdings sei er froh, von der Politik unabhängig zu sein. Politik machen als FDP-Kreisvorsitzender in Leipzig ist für ihn vielmehr auch Ausgleich zum eigentlichen Beruf. Außerdem sei er so auch politisch ein freier Geist - und möchte sich das gern bewahren.

Das Porträt des Direktkandidaten gibt es hier zum Nachhören:

Marcus Viefeld im Porträt - ein Beitrag von Magnus Raab.
Marcus Viefeld im Porträt - ein Beitrag von Magnus Raab.
 

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