Bundestagswahl

FDP-Direktkandidat Friedrich Vosberg

mephisto 97.6 stellt die Leipziger Direktkandidaten für die Bundestagswahl vor. Diesmal: Friedrich Vosberg. Er kandidiert für die FDP im Wahlbezirk Leipzig-Süd. Wir haben mit ihm gesprochen.
FDP Politiker Friedrich Vosberg
Friedrich Vosberg (FDP) tritt im Wahlkreis II Leipzig an.

Ich treffe Friedrich Vosberg in einer Kanzlei im Leipziger Zentrum. Der 49 Jährige arbeitet hier als Jurist, sein Fachgebiet ist das Erbrecht. Vosberg begrüßt mich ganz klassisch in Anzug und Krawatte. Das Interview führen wir im lichtdurchfluteten Konferenzraum der Kanzlei.

Politische Laufbahn

Politisch interessiert sei Vosberg schon immer gewesen – im geteilten Deutschland habe das Thema bei ihm zu Hause eine große Rolle gespielt. Bereits während seines Studiums engagierte er sich in der Studierendenvertretung. In den 90er Jahren war er Mitglied der CDU. 2009 kam er dann zur Freien Demokratischen Partei.

Mein persönlicher Eindruck ist, dass das die einzige Partei ist, die meinen Anspruch an Selbstbestimmung, Freiheit und Würde im politischen Diskurs überzeugend vertritt.

Politisch ist Vosberg breit aufgestellt. Seine Schwerpunkte liegen auf der Sozialpolitik und der Medienpolitik. Sozialpolitisch liegt sein Fokus auf dem gedeihlichen Zusammenwirken von Leistungserbringern, also Unternehmen, Einrichtungen, gesellschaftliche Kräfte und den Bedürftigen. Besonders die Inklusion von Menschen mit Behinderung sei ihm dabei wichtig. Daran könne unsere Gesellschaft wachsen.

Der Satz ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar‘ gilt auch für diese Menschen.

In der Medienstadt Leipzig sei außerdem eine angemessene Medienpolitik nötig. Der FDP Politiker will sich für faire Bedingungen für Medien- und Kulturschaffende einsetzen und eine breite Vielfalt an Meinungen und Anbietern gewährleisten. Das Konzept des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in seiner heutigen Form stellt er dabei infrage. Effizienter wäre es nach Vosberg beispielsweise, Inhalte, die von öffentlich-rechtlichen Anstalten produziert werden, in das Programm privater Medienanbieter zu integrieren. Um hochwertigen Journalismus zu gewährleisten, müssten jedoch die geistige und materielle Freiheit der Journalisten gewährleistet sein.

Kultur und Natur als Ausgleich

Kultur spielt in Friedrich Vosbergs Leben auch eine große Rolle. Neben Rechts- und Verwaltungswissenschaften studierte er Orchestermusik. Auch wenn er nicht mehr so gut spiele wie früher, greift er doch ab und zu noch selbst zum Cello. Orchesterbegeisterten Leipzigern empfiehlt er ein Abonnement für das Gewandhausorchester in Leipzig.

Neben der Musik widmet sich Vosberg in seiner Freizeit außerdem diversen ehrenamtlichen Tätigkeiten. Er ist unter anderem Mitglied im Kirchenvorstand seiner Gemeinde und Vorsitzender der Synode in Leipzig. Freiwilligendienste sind für ihn essenziell für eine freie Gesellschaft. Er betont, dass den Worten freiwillig und Dienst dabei die gleiche Bedeutung zukommen müsse.

Auf die Zukunft seiner Partei blickt Friedrich Vosberg positiv. Er nimmt auch die Rolle der Opposition sehr ernst:

Demokratie lebt von Regierung und Opposition und auch aus der Opposition heraus ist Gestaltung möglich, wenn man sie ernst nimmt. Ich würde mich freuen, wenn wir an der Regierung beteiligt sind, aber ich würde mich genauso freuen, wenn es in diesem Land endlich wieder eine Opposition gibt, die diesen Namen verdient.

Wenn er doch mal Abwechslung zu Paragrafen und Politik braucht, geht Vosberg Wasserwandern oder Radfahren. Im Interview schwärmt er von seinen liebsten Strecken. Sein persönlicher Favorit in Leipzig ist der Elsterradweg.

Das Porträt des Direktkandidaten gibt es hier zum Nachhören:

Friedrich Vosberg im Porträt - ein Beitrag von Melanie Hagenau.
Friedrich Vosberg im Porträt - ein Beitrag von Melanie Hagenau.
 

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