Interview

Fair Trade Kaffee aus Leipzig

Fair Trade Kaffee gibt es schon lange. Was eigentlich daran so fair ist, ist jedoch oft undurchsichtig. Jens Klein hat nach einer Nicaragua-Reise seinen eigenen Kaffee-Handel aufgemacht. Wir haben uns mit ihm über das schwarze Gold unterhalten.
Jens Klein
Jens Klein war für ein Gespräch zu Gast bei mephisto 97.6

Fair gehandeltere Kaffee schmeckt auf jeden Fall besser als Industriekaffee, das ist Jens Kleins erstes Argument für sein, im Gegensatz zum herkömmlichen Kaffee, teureres Produkt. Weiter, erklärt er, bekommen Bauern bei ihm einen Mindestlohn, der nicht börsenabhängig ist, wie es sonst häufig üblig ist. Der Händler bedient eine Nische, die zurzeit kräftig wächst.

Die Fairtrade Community importiert seit 1973 Kaffee aus verschiedenen Ländern, bei dem die Enstehungsbedingungen geprüft und verbessert werden sollen. Kaffee wird von Kleinbauern angebaut, die erst durch die Unterstützung durch Organisationen wie die World Health Organisation überhaupt eine Stimme auf dem kapitalistischen Weltmarkt bekommen. Neben dem Mitspracherecht, erleichtert es den Bauern auch, an Beratung und Kredite zu kommen. 

Man sollte schon das Bewusstsein entwickeln, das bestimmte Produkte einen Preis haben. Und wenn wir nicht bereit sind den zu zahlen, zahlt jemand anderes die Zeche.

Jens Klein, Café Chavalo

Jens Klein importiert Kaffee aus Nicaragua und verkauft diesen unter anderem über seinen Online-Handel. Wie er dazu gekommen ist und warum 500 Gramm Kaffee bei ihm elf Euro kosten, hat er im Interview mit Kim Buergl verraten:

Jens Klein im Gespräch mit mephisto 97.6 Redakteur Kim Buergl
RI Kaffee
 

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Kim Buergl
08.06.2016 - 14:06