Demografie-Studie

Es mangelt an Magneten

Perspektive, Ausbildung und Arbeit standen seit dem Mauerfall als Synonyme für westdeutsche Metropolen. 1,8 Millionen Menschen nutzten die neue Freiheit und zogen weg. Demografen verkünden nun die Trendwende: Der Osten wächst, mit Einschränkung.
Immer mehr Menschen zieht es nach Leipzig.
Immer mehr Menschen zieht es nach Leipzig.

Die Abwanderung aus den ostdeutschen Bundesländern ist gestoppt. Das geht aus einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung hervor. Seit 2012 zögen mehr Menschen aus dem Westen in den Osten als umgekehrt.

Allerdings erlebten nur 15 Prozent der Kommunen im Osten einen Zuzug. Zu diesen gehören etwa Leipzig, Dresden und Jena. mephisto 97.6-Redakteurin Constanze Müller mit weiteren Details zur Studie "Im Osten auf Wanderung": 

Constanze Müller mit Details zur Studie.
 

Die üblichen Verdächtigen

Grund zum Aufatmen gibt es trotz der Trendwende jedoch nicht: Arbeits- und Ausbildungsperspektiven sehen viele Menschen in Metropolregionen. Die sind in den neuen Bundesländern besonders attraktiv: Mit dem Aufbau-Ost floßen viele Milliarden in die Infrastruktur. Bildungseinrichtungen, Verkehrswege und ganze Innenstädte wurden runderneuert. 

Die vielzitierten blühenden Landschaften bleiben nun zurück. Das Berlin-Institut rechnet auch weiterhin mit Bevölkerungsschwund in der Fläche: 85 Prozent der Kommunen würden von dem Zuzug nicht profitieren. Vor allem die jungen Einwohner zögen in die Städte.

Wen zieht es in die neuen Länder? Ist der Trend von Dauer? Was tut sich in den alten Ländern? Moderator Florian Zinner im Gespräch mit Manuel Slupina, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts: 

Manuel Slupina und Florian Zinner zur Studie.
 
 

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