Stadtrat

Eine Million Euro – Amen!

Der Katholikentag 2016 wird in Leipzig stattfinden. Eine Million Euro wird die Stadt Leipzig zur Finanzierung dazu geben. Das wurde gestern im Stadtrat abgestimmt. Es war eine knappe Entscheidung.
Der Stadtrat tagt immer einmal im Monat und diskutiert über die Zukunft der Stadt.

33 Stadträte stimmten dafür und 26 dagegen, dass die Stadt eine Million Euro zu dem Katholikentag dazugeben soll, der insgesamt knapp zehn Millionen Euro kosten wird. Bei der Stadtratssitzung am gestrigen Mittwoch wurde hitzig und intensiv über den Katholikentag diskutiert. Eine Dreiviertelstunde lang dauerte die Diskussion – über keinen anderen Tagesordnungspunkt wurde so ausführlich diskutiert.

FDP wechselt die Seiten

Ein paar Tage vor Stadtratssitzung fand ein Treffen zwischen Politikern und den Veranstaltern, dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken, statt, bei dem offensichtlich überzeugende Argumente ausgetauscht wurden. Maximilian Steinhaus von der Giordano Bruno Stiftung kritisiert, dass die Leipziger FDP sich nicht an die klare Trennung von Kirche und Staat hält, die sie auf Bundesebene propagieren.

Kann Leipzig sich das leisten?

Der Oberbürgermeister wiederholte mehrfach, dass für die eine Millionen Ausgaben ungefähr vier Millionen Euro zurück in die Stadt fließen werden. Die Gegner des Beschlusses halten dem Argument entgegen, dass weit mehr als drei Viertel des Geldes an private Betriebe geht, sowie an Hotels und Restaurants, und nicht an die Stadt.

Eindeutige Förderrichtlinie für Großveranstaltungen

Die Grünen und die FDP stellten jeweils einen Antrag. Der Antrag der Grünen, die Summe auf 300.000 Euro zu senken, wurde abgelehnt, woraufhin die meisten Stadträte der Grünen gegen eine Förderung stimmten. Die FDP machte ihre Zustimmung von einer eindeutigen Förderrichtlinie, nach der alle Großveranstaltungen gleich behandelt werden, abhängig. Darüber soll jetzt weiter diskutiert werden. 

Moderator Mike Herbstreuth im Gespräch mit mephisto 97.6-Redakteurin Paula Zöhl.
 

Kommentieren

Paula Zöhl
18.09.2014 - 13:59