Abschiebung auf der Hildegardstraße

"Er hat Schule gemacht, wollte arbeiten"

Während die Gewalt zwischen Demonstrierenden und Polizei bei den Protesten um die Hildegardstraße durch die Medien geht, haben wir mit den Angehörigen des Geflüchteten gesprochen, der an diesem Abend abgeschoben wurde. Das Interview finden Sie hier.
Mehrere hundert Demonstrierende versuchen Dienstagnacht die Abschiebung eines Syrers auf der Eisenbahnstraße zu verhindern.

Unnötige Gewalt gab es vonseiten der Demonstrierenden und der Polizei bei einer Spontandemonstration Dienstagnacht - wie eine Augenzeugin berichtet. Der Grund für die Protestaktion war eine Abschiebung von Mohamed. Der saß in einem Polizeiwagen, den gut 500 Demonstrierende blockierten. Doch wer war der Mann eigentlich, der von der Polizei zum Flughafen Halle Leipzig gebracht und dort abgeschoben wurde? Und wie haben die Angehörigen Mohameds die Nacht erlebt, in der er von der Polizei abgeführt wurde? Um das herauszufinden, hat mephisto97.6-Redakteurin Stephanie Staudmeister die Familie in ihrem Wohnzimmer getroffen und mit Ihnen und Mohameds Freund gesprochen.

Das Interview zum Nachhören:

 

 

 

Die Angehörigen des abgeschobenen Syrers Mohamed im Gespräch mit Stephanie Staudtmeister
Interview Mohamed Angehörige

Die Polizei Leipzig konnte sich noch nicht zu dem Vorwurf äußern, dass sie während des Einsatzes Gewalt angewendet hätten. Das Einsatzprotokoll liege noch nicht vor. Zudem würde das Landeskriminalamt Sachsen derzeit prüfen, ob sie den Fall übernehmen.

 

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Max Brose, Stephanie Staudmeister
11.07.2019 - 17:57